Druckschrift 
Teil 1 (1918) Die althochdeutsche Literatur
Entstehung
Seite
252
Einzelbild herunterladen
 

252 II- Die Literatur von der Mitte des achten bis zur Mitte des elften Jahrhunderts.

Das ahd. Glossar Clm. 18140.

Inhalt und Beschreibung der Hs.: Ahd. Gl. 4,561 f.; E. Steinmeyer, Beiträge zur Entstehungs-geschichte des Clm. 18140, Festschrift der Universität Erlangen, 1901, und Sonderabdruck,Erlangen und Leipzig 1901; W. Holzgraefe, Die Sprache des ahd. Glossars Clm. 18140, Diss.Halle 1888; Faksimile: Petzet und Glauning XII.

Hs.: Kgl. Bibliothek in München Cod. lat. 18140 aus Tegernsee, zweiteHälfte des 11. Jhs. Ist die reichhaltigste aller Glossenhandschriften.

Wessobrunner Glossen (Wess. bei Graff).

Ahd. Gl. 2,341.3,610.4,312.339, Beschreibung derHs.: 4,576. Erster Druck: Graff,Diutiska 2,368372.

Hs. des Wessobrunner Gebets, Kgl. Bibliothek in München Cod. lat. 22053,9. Jh., aus Wessobrunn (s. oben S. 139141, wo auch Literaturangaben).

Die Frankfurter Glossen zu den Canones (Can. 4 bei Graff).

Ahd. Gl. 2,144149, Beschreibung der Hs.: 4, 633. Erster Druck: Massmann, Denk-mäler deutscher Sprache und Literatur (1828) S. 8390. Steinmeyer, Z. f. d. A. 26, Anz. 8,301 f.; über die Sprache: MSD. I 3 S. XVXX; Kossinna, Über die ältesten hochfränkischenSprachdenkmäler, QF. 46, 92 f.

Hs.: Frankfurter Stadtbibliothek Nr. 64. Der Dialekt ist ostfränkisch, Ab-fassungsort Würzburg, Zeit: erstes Viertel des 9. Jahrhunderts. BesondereMerkmale des Ostfränkischen sind die Infinitive ohne n: bifinda 146, 71;mlssazema 147, 4.

Die Monseer Glossen (Siglen s. bei Graff 1, XLIXLI).

Beschreibung der Hs. und Stellenverzeichnis: Ahd. Gl. 4,650654; M. H. Jellinek, Beitr.15,412428.

Hs.: K. K. Hofbibliothek in Wien Nr. 2723. Der Dialekt ist bairisch-österreichisch. Zeit der Abfassung 10. Jh. Inhalt: Glossen zu den Bücherndes Alten Testaments und einzelnen Briefen des Neuen Testaments, zu denCanones, zu geistlichen Schriften.

Die althochdeutschen Prudentiusglossen.

Sie sind aus den verschiedenen Handschriften zusammengestellt vonGraff in der Diutiska 2, 308354; Steinmeyer, Z. f. d. A. 15, 350355. 517 ff.16,1109; abgedruckt Ahd. Gl. 2, 382596; die St. Galler Prudentiusglossenbei Hattemer 1,265276.

Besonders herausgegeben sind die Prudentiusglossen folgender Handschriften: JohannesBerg, Die ahd. Prudentiusglossen der Codd. Paris (Nouv. acquis 241) u. Monac 14395 u. 475,Diss. Halle 1889; Beschreibung dieser Hss.: Ahd. Gl. 4, 600. 538. 508. Die niederdeutschenPrudentiusglossen sind gesondert herausgegeben von Gallee und Wadstein, und zwar: diePariser Prudentiusglossen (Ms. lat. 18554, Beschreibung: Ahd. Gl. 4,599) bei Gallee, Alt-sächsische Sprachdenkmäler S. 313316. 374 f. (Faks. XIV), Wadstein, Kleinere as. Sprach-denkmäler Nr. XVIII, S. 88. 148 f.; die Werdener Prudentiusglossen (Hs. in Düsseldorf, Be-schreibung: Ahd. Gl. 4,419) bei Gallee S. 127149 (Faks. III e), Wadstein Nr. XIX, S. 89104.149; Prudentiusglossen in einem Werdener Fragment (Hs. ebenfalls in Düsseldorf) bei GalleeS. 328 f. 378 (Faks. XVIII a), Wadstein Nr. XX, S. 105.150; zu den Werdener Fragmenten s.außerdem Gallee S. 330364; Jostes, Z. f. d. A. 40,146.