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Teil 1 (1918) Die althochdeutsche Literatur
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215
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B. Die Literaturdenkmäler. 1. Poetische Denkmäler. §37. Georgslied. 215

iehzen 41, von denen sich beGonton und iehzen in ein und derselben Zeile41 gegenüberstehen. Die 3. Pers. Sing, des Prät. Konj. der schwachen Verbahat im Alemannischen langes t, darauf scheint die Erhaltung des i in kefmmeti,digeti 10 hinzuweisen; allerdings ist auch in der starken Form uuari 25 das ierhalten, aber sonst ist i immer zu e abgeschwächt, außer in dem auf tsoarireimenden choukelari. Alemannisch endlich ist das Prät. seOita 49 und dieBeteuerungsformel shegih guot 9.

Bis zu v. 42 finden sich Korrekturen (die zum Teil Verschlimmerungensind), übergeschriebene Buchstaben: h bei ihmilri h ke 5 bedeutet rh, vielleichtauch bei uuo h re 15, ferner bei h er 53 und bei Marine' 13 dh; o korrigiert in ein ohron 8, ketota 11, boghontez 23; e korrigiert in c in magihe 21; das aus-gelassene s ist nachgetragen in lieboha 4, a in d a z 9, frh a m 36, t in d h arme t

t ra

13, dheer 19; ar ist richtig wieder umgestellt in dharte 30; zugefügt ist n

in ina n 17, GoRio" 37, gor- n ien 26, mit unnötig beim Instrumental fhuereto 27;

U U

o in sbonen 7 dagegen ist echte Bezeichnung für uo.

Offenbare Fehler sind häufig: t fehlt am Wortende in kenerier 14, pre-diio her 29, peGon her 53 (vielleicht auch ist uuor h e 15 so zu erklären; zu-gefügt in den eben angeführten d' l arme' 13, dhe l er 19); n ist ausgelassen in

C

magihe 21, e in ihz = heiz 49, c ist mit t verwechselt in Git = ginc 52,c mit e in uuaehe = uuach oder uuachc 46, « ist eingefügt in sAa«c = sa2 =scaz 55, in zwirnen 31 prole'ptisch gesetzt, statt £ ist zuerst t geschrieben inlitb 14, das schwache e ist gegen sonstigen Gebrauch a in uarfhan 39, //ist //geschrieben in ehtleunht 60, otko/ ist mit munt verwechselt 9. Fehlerhaft

ist die doppelte Enklise in zuhrentz-es 24 und ihkz-es 33. Sinnlos ist saligersun 39, ih betamo 49.

Wichtige Grundzüge hat diese Orthographie mit dem Murbacher Schreib-gebrauch gemein. In den aus jenem Kloster stammenden ahd. Hymnen undGlossen finden sich gerade die überflüssigen h 1 ) verhältnismäßig häufig,auch hiatusfüllende h und solche bei r {hreiti, arhlutum), vor 5 uuihsheiti,vor z faruuahzam, umgestellt in nomher = nohmer, framdhit = framdiht,ahngo für ango Schindling S. 73 f., trhato für thrato S. 51, healt für ehalt,hatunga für ahtunga S. 72; Schwund des h zwischen Vokalen S. 73; dh istin Ja häufig, S.51 und 166 f. und Kögel, Beitr. 9, 309; th für t SchindlingS. 49 f., Sievers, Murb. Hymnen S. 14, Kögel a.a.O. 311; anlautendes b>pSchindling S. 55.168; gh S. 67. 70.174; g>k sehr häufig, auch im Präfix ka-,S.67f.l74;ÄfürcAS.70;Mfehlt,aberMS.59.61.64.170;VokalentfaltungS.31.

Der Dialekt des Georgsliedes ist also alemannisch und damit bestimmtsich auch seine Heimat. Die Murbacher Literatur weist nach dem KlosterReichenau als Ursprungsort und dort ist wohl auch das Gedicht entstanden.

') Sievers, Die Murbacher Hymnen S.18f.;in den Glossen Ja Jb Rd: B. Schindling, DieMurbacher Glossen S. 7274; Herm. Garke,

Prothese und Aphärese des H, QF. 69, Straß-burg 1891, S. 50 ff.; s. unten Murbacher Glossen.