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Teil 1 (1918) Die althochdeutsche Literatur
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214 II- Die Literatur von der Mitte des achten bis zur Mitte des elften Jahrhunderts.

Labiale. Anl. germ. b ist p in pilnten 20, praken 33, aerpernnen 38,purnnen 39, poloton 40, petroOena 50, peGon 53; inl. «A/?er 60; umgekehrtb für /?: sbonen 7, abollin 59; A für /(f): craöo 6.

Gutturale. Germ, g-ist A im Präfix Ae- (Ao-): keuuan 5, keteta 6, Ae-fmtneti 10, ketota 11, keshante 36, kenerier 14, &o£e£ 49, ferner in Aofe 10,umbekan 41; c in craAo 6, enabcurnt 60; gA in gAofo 4; cA in ckoukelari 25;AA in khaen 48. Im Inlaut ist g - meist geblieben; g"A in kuningha 7, boghontez23. 31, shagehn für shaghen 33; A, wohl aus gA, in heuihemo 3, manefha 7.Im Auslaut c: manec 56. Neben #£ in rfmgv? 3 steht «A (wohl aus «g"A)n«Ae 3, g-aA nenten 20 (= ganghenten) ; auslautend /z: z^Ai« 4, psanr = sprang21. 46. Germ. A ist fast immer A geschrieben, einmal cA in chuninginno 52,c in manec 56; zur Spirans verschoben (= cA) steht meist A: mikilemo 1. 2,uuerelt rhike, ihmilrike 5, celken 16, sprekenten 19, zehiken 22, nAe 23, rAi'A<?31, praken 33, dogelika 54; cA: sprechen 48; AA: iAA 28. 34. 43, ihkzes 33,sZAA 28. 43. 46, mihkil 40. 42, AA: s/AA 34; A: .sAeg-iA 9, /A 43. 49. A zwischenVokalen ist ausgefallen: fhaen 26. 37, huuszieen 26, mit Kontraktion: wza/o 1,encenuui 33, aber erhalten in sehenten 20, shlahen 27. A£ ist normal bezeichnet

nur in drahtin 17, sonst uuorta 16, aaorheta 22, mwre 15.

Sehr häufig sind Konsonanten umgestellt: meOine = menlge 40,pilnten = plinten 20; sp > ps in psanr = sprang 21. 46 (aber spreken 19. 48,spenton 55. 56, sbonen 7); besonders A: gmzAz? (= qhuat) 25, feoA^ (= taAoz 1 )42, gäh-nenten (= ganhenteri) 20, immer steht anlautendes A nach demersten Vokal (s. oben), außer in ehtleunht 60; die Umstellungen des A in denVerbindungen rh, sh, gh s. oben; auch AA für AA. Auch r ist mehrfach um-gestellt: aerpernnen 38, purnnen 39, /ar/ra 45, enabcurnt 60, auch zunrnen 31,dharte 30 mit übergeschriebenem ra.

Der Vokalstand ist verhältnismäßig normal. Die Abschwächung derEndsilbenvokale zu e ist schon sehr vorgeschritten, bei den häufigen Enklisenist der Vokal ebenfalls oft schwaches e. 1 ) Vokalentfaltung ist nicht selten:zwischen z und w. ceuuei 14; zwischen r und Konsonant: karekare 12, uuor-heta = uuorehta 22, zurenen 23, zuhrentzes 24, shuereto 27; sogar in stuonet21 (nach Braune), o für e steht zweimal im Präfix^- (Braune, Ahd. Gramm.§ 71, 2): goihezen 38, höbet 49 und vielleicht in ketota (Braune) = koteta 11;

g

in boghontez 23 ist das o der Vorsilbe durch übergeschriebenes e wieder zu ehergestellt (was ja auch in ketota der Fall sein kann). Beachtenswert ist dieUmlautsbezeichnung des u in muillen 38.

In der Konjugation ist der alemannische Unterschied zwischen denPluralendungen der starken und schwachen Verba erkennbar: die letzterenhaben vollen Vokal beibehalten: uuolton 8, teilton 12, poloton 40, beGonton41, die starken Verba haben schwaches e: sbonen 7, fuorren 13, praken 33,

') Zarncke a.a.O. S. 19ff.