ANLAGE DES KATALOGS
Seit dem Erscheinen des von Kurt Ohly und Vera Sack bearbeiteten Inkunabelka-talogs der Stadt- und Universitätsbibliothek und anderer öffentlicher Sammlungenin Frankfurt am Main (Frankfurt a.M. 1966-67) hat sich für örtliche Wiegendruck-verzeichnisse in Deutschland ein allgemein akzeptierter Standard herausgebildet.Die damals entstandene inoffizielle Norm verfestigte sich vor allem durch ihre be-wußte Anwendung beim von Vera Sack allein bearbeiteten Katalog Die Inkunabelnder Universitätsbibliothek und anderer öffentlicher Sammlungen in Freiburg imBreisgau und Umgebung (Wiesbaden 1985). Entscheidend wurde die Anwendungdes Grundschemas beim noch nicht abgeschlossenen Inkunabelkatalog der Bayeri-schen Staatsbibliothek (Wiesbaden 1988ff.) In allerjüngster Zeit hat die DiözeseRottenburg-Stuttgart (Wiesbaden 1993) ihren gesamten Inkunabelbestand aus ihrenverschiedenen Bibliotheken und die Erzdiözese Paderborn (ebenfalls Wiesbaden1993) die Wiegendrucke ihrer Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek wenig-stens prinzipiell nach dem gleichen System verzeichnet.
Die Anlage der Aufnahmen ist bei diesen Katalogen und den zahlreichen hier nichtgenannten des gleichen Zeitraums - unabhängig von gelegentlich größerer oder ge-ringerer Ausführlichkeit - stets dieselbe. Sie ist aber nicht nur verbreitet und akzep-tiert, sondern auch so übersichtlich gestaltet, daß sie sich (auch für den mit der Be-nutzung solcher Kataloge nicht Vertrauten) selbst erklärt. D.h., außer dem beigege-benen Abkürzungsverzeichnis sind keine weiteren Informationen notwendig, um dieAufnahmen der Titel verstehen zu können. Der vorliegende Katalog der Düsseldor-fer Inkunabeln bedarf, da er sich nach diesem Schema richtet, also keiner eigentli-chen Benutzungsanleitung.
Bei den Registern herrscht - anders als bei den Titelbeschreibungen - nicht diesonst immer deutliche Einheitlichkeit bei allen den Kurt Ohly und Vera Sackfolgenden Katalogpublikationen. Der Düsseldorfer Bestand, der wenig kostbareEinbände hat, erscheint durch die nur zwei beigegebenen Register, dem derDrucker und dem der Vorbesitzer, angemessen erschlossen. (Die zusätzliche Bei-gabe von Konkordanzen, die die Nummern des vorliegenden Katalogs den GW-Nummern bzw. den Hain-Nummern und den Nummern der Hain-FortsetzerCopinger und Reichling gegenüberstellt, ist selbstverständlich.)
So "durchschnittlich" Ziel und Zweck des Düsseldorfer Inkunabelkataloges auchsind, drei eindeutige Schwerpunkte der hier praktizierten Erschließung müssen aus-
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