Druckschrift 
Inkunabelkatalog / Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Entstehung
Seite
66
Einzelbild herunterladen
 

drücklich genannt werden: Um den Katalog auch als Hilfsmittel für den rheinischenLandeshistoriker zu gestalten, wurde auf die Ermittlung der Vorbesitzer besondereMühe verwandt. Handschriftliche Eintragungen in den Inkunabeln wurden in unüb-licher Genauigkeit erfaßt und wenn möglich bestimmt. Schließlich wurden alle imBand (meist als sog. Einbandmakulatur) enthaltenen Handschriftenfragmente voll-ständig aufgeführt.

Bei der Nennung derjenigen Vorbesitzer, bei denen es sich um natürliche Personenhandelt, wurde nach Möglichkeit die Beziehung zu anderen Vorbesitzern (z.B. Ver-wandtschaft) ermittelt. Bei Klerikern wurden die von ihnen bekleideten Ämter oderwenigstens Hauptämter erwähnt. Diese Angaben zur Verwandtschaft der Vorbesit-zer und zu ihrer Stellung in der kirchlichen Hierarchie sind landeshistorisch inten-diert und sollen einen winzigen Schrjftt in Richtung auf eine Prosopographie derrheinischen Bildungseliten in Spätmittelalter und früher Neuzeit darstellen. Freilichwird sich der Nutzen des vorliegenden Katalogs für einen solchen Zweck erst aus-wirken können, wenn weitere Kataloge rheinischer Inkunabelbestände mit ähnlichenAngaben erschienen sein werden und so ein größeres personelles Beziehungsge-flecht sichtbar wird.

Literaturangaben wurden bei den Aufnahmen des Katalogs nur sehr sparsam ver-wendet. D.h., es wurde nicht nur alle allgemeine Literatur zum Text und zumDrucker, die nicht das einzelne Druckwerk betrifft, ausgeschlossen. Es wurde viel-mehr grundsätzlich nur "weiterführende" Literatur angegeben, nicht Titelangabenim Sinne eines Nachweises, wie (z.B. von Bearbeitern des Katalogs stammenden)Literaturstellen, die das Düsseldorfer Exemplar nur erwähnen, ohne mehr Faktenzu enthalten als die Katalogaufnahmen selbst.

66