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Inkunabelkatalog / Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Entstehung
Seite
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ÄLTERE ERSCHLIESSUNGSARBEITEN

Die Düsseldorfer Inkunabeln werden durch den vorliegenden Katalog erstmals voll-ständig erschlossen. Dennoch haben die Bemühungen um Erschließung der Wie-gendrucke nicht erst mit der Erstellung dieses Verzeichnisses begonnen. Es exi-stierten mehrere Vorarbeiten, die zwar insgesamt bruchstückhaft sind, aber teil-weise intensiv genutzt werden konnten. Ihre Anfänge reichen bis in die erste Hälftedes 19. Jahrhunderts zurück.

Bereits Theodor Joseph Lacomblet (1789-1866), Staatsarchivar in Düsseldorf undseit 1818 sozusagen nebenamtlich auch Leiter der Landesbibliothek, begann zu ei-nem nicht mehr datierbaren Zeitpunkt mit der Anlage eines heute noch als Frag-ment erhaltenen Inkunabelkatalogs. Lacomblet nannte sein als Bandkatalog konzi-piertes Inventar "Verzeichnis der in der öffentlichen Bibliothek zu Düsseldorf be-findlichen, bis zu 1500 gedruckten Schriften" (eigenhändige Eintragung auf demTitelblatt). Er foliierte den Band bis zum Blatt 182 und ließ noch ausreichend Blät-ter für ein von ihm geplantes Autorenregister frei. Beschrieben hat er aber nursechs Blätter bzw. elfeinhalb Seiten im eigentlichen Katalog und zusätzlich einigeZeilen im vorgesehenen Register.

Insgesamt hat Lacomblet nicht mehr als fünf Inkunabeln katalogisiert, diese aller-dings auf - nach den Maßstäben seiner Zeit - hohem textwissenschaftlichen Niveau(bei völligem Fehlen buchkundlicher Interessen). Der Lacombletsche Katalog-Torsoist daher weit eher ein ehrwürdiges Relikt der Düsseldorfer Bibliotheksgeschichteals eine Hilfe für die Bestandserschließung.

Einen wirklichen Schritt in Richtung auf die Erschließung der Inkunabeln tat Dr.Constantin Nörrenberg (1862-1937), von 1904 bis 1928 erster Leiter der vompreußischen Staat in den Besitz der Stadt Düsseldorf übergegangenen Landesbiblio-thek. Nörrenberg begann seit etwa 1908, ein Inventar der Inkunabeln als Zettelkata-log (etwa im Format Din A5 - quer) anzulegen, in den er mit großer Schrift dieSignaturen, sehr knappe Titelformen und weitere ihm oft im Laufe vieler Jahrenach und nach bekannt werdende Angaben eintrug.

Neben Nörrenberg wirkte an diesen Versuchen zur Bestimmung und Beschreibungder Düsseldorfer Inkunabeln Dr. Hermann Reuter (1880-1970) mit. Als NachfolgerNörrenbergs von 1928 bis 1950 hat Reuter das Werk seines Vorgängers dann bis1941 ohne viel Aufwand - aber in gewisser Weise kontinuierlich - fortsetzen können.