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Inkunabelkatalog / Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Entstehung
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und mehr einem nach dem Ideal der Windesheimer Kongregation ausgerichtetenChorfrauenhaus an. Aufgehoben wurde der Konvent Anfang des 19. Jahrhundertsdurch die damaligen Landesherren, die Fürsten von Salm-Salm. Aus der Bibliothekvon Marienberg stammen neben der hier interessierenden Inkunabel noch minde-stens drei an verschiedenen Orten erhaltene mittelalterliche Handschriften.Ebenfalls nur eine Inkunabel stammt aus dem Franziskanertertiarinnenkonvent St.Katharinen in Gerresheim. Dieses Schwesternhaus wurde im 14. Jahrhundert alsBeginenkonvent gegründet und mal mehr mal weniger durch die Äbtissinnen desGerresheimer Kanonissenstiftes gefördert. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurdediese Religiosenniederlassung ebenso säkularisiert wie das Damenstift, in dessenGrundherrschaft es gelegen war.

Auf dem Klinkenberg bei Coesfeld wurde 1427 ein Kloster der Schwestern vomGemeinsamen Leben gegründet, aus dem sich das Augustinerchorfrauenkloster Ma-rienbrink entwickelte. Dieses, aus dem auch nur eine einzige heute in Düsseldorferhaltene Inkunabel stammt, überstand die Münsterische Stiftsfehde (1450-1457)und die Herrschaft der Wiedertäufer in Coesfeld im 16. Jahrhundert. Die Biblio-thek des Schwesternhauses scheint nach der Säkularisation Anfang des 19. Jahrhun-derts geschlossen nach Düsseldorf gelangt zu sein

Zwei der Düsseldorfer Inkunabeln stammen aus dem linksrheinischen Birgittenklo-ster Marienforst, das in der Nähe von Bonn lag. Marienforst wurde im 13. Jahr-hundert als Zisterzienserinnenpriorat gegründet. Nach der Aufhebung des Frauen-klosters 1802 wurde die kleine Bibliothek zerstreut; eine frühneuzeitliche Hand-schrift mit volkssprachlich übersetzten theologischen Texten gelangte über die ehe-malige Wissenschaftliche Bibliothek des Landkreises Bonn in das Siegburger Kreis-archiv.

19. Sonstige Klöster und Konvente

Die hier aufgezählten geistlichen Korporationen sind in keiner Weise weniger be-deutend als die vorher großenteils in den einzelnen Abschnitten aufgeführten, dochist ihr Anteil an der Provenienz des Düsseldorfer Inkunabelbestandes gering. Unterihnen sind zwei der ehrwürdigsten linksrheinischen Benediktinerklöster vertreten.Aus der im 10. Jahrhundert von Erzbischof Bruno d. Hl. von Köln gegründetenstadtkölnischen Abtei St. Pantaleon stammen zwei Wiegendrucke. Aus der noch be-rühmteren Abtei St. Matthias bei Trier, die das einzige Apostelgrab nördlich derAlpen besitzt, stammt eine Inkunabel. Ebenfalls linksrheinische Vorbesitzer habenje ein Wiegendruck aus dem Kölner Dominikanerkonvent, dem Kölner Franziska-

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