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Inkunabelkatalog / Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Entstehung
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Nachrichten des 16. Jahrhunderts über heute nicht mehr erhaltene Werke aus derHeisterbacher Bibliothek ergeben immerhin ein Indiz für die Bedeutung der Abtei-bibliothek in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Diese Bibliothek wurde ver-mutlich im "Kölner Krieg", der der Absetzung des Erzbischofs Ernst Truchseß vonWaldburg (1577/80-1583) folgte, stark geschädigt. 1583 wurde das Kloster geplün-dert und 1588 weitgehend zerstört.

Heisterbach befand sich bis 1484 unter der Landeshoheit der Herrschaft Löwen-burg, deren Gebiet in diesem Jahre an das Herzogtum Berg fiel. Linksrheinischkonnte die Abtei gegen Ende des Mittelalters aus älteren Einzelrechten die Unter-herrschaft Flerzheim-Neukirchen (unter kurkölnischer Landeshoheit) aufbauen. De-ren Verlust 1794 infolge der Besetzung des linken Rheinufers durch französischeRevolutionstruppen kündigte das endgültige Ende des Klosters schon vor der Sä-kularisation an. Diese wurde in Heisterbach noch im Jahre ihres rechtsgültigen Erl-asses 1803 auch praktisch durchgeführt. Die Bibliothek mit angeblich 4987 Bändenwurde - in 56 Kisten nachlässig verpackt - nach Düsseldorf gebracht. Ihr Empfangwurde vom Bibliothekssekretär Brewer ordnungsgemäß quittiert.

F. Schmitz: Urkundenbuch der Abtei Heisterbach. Bonn 1908; H. Pauen: Die KlostergrundherrschaftHeisterbach. Studien zur Geschichte ihrer Wirtschaft, Verwaltung und Verfassung. Münster 1913; H.Beitz: Kloster Heisterbach. Köln 1926; H.-E. Joachim: Die Ausgrabungen auf dem Petersberg. In:Bonner Jahrbücher 182 (1982), S. 393-439; M. Buchert: Die ehemaüge Klosterkirche Heisterbach.Phil.Diss. Bonn 1986; R. Kottje: Zu den Bibliotheken von Altenberg, Kamp, Heisterbach und Him-merod im 13. Jahrhundert. In: Die niederrheinischen Zisterzienser im späten Mittelalter. Reformbe-mühungen, Wirtschaft und Kultur. Hrsg. von R. Kottje. Köln 1992, S. 149-155; R. Schneider: Rhei-nische Zisterzienser im mittelalterlichen Studienbetrieb. In: Ebenda: S. 121-136.

11. Kapuzinerkonvent Kaiserswerth

Die Stadt Kaiserswerth war vom hohen Mittelalter bis zur frühen Neuzeit zumeistvon Düsseldorf territorial geschieden. Das ursprünglich reichsunmittelbare Kaisers-werth wurde seit dem 13. Jahrhundert von Kleve, dem Erzstift Köln und Jülich-Berg zu verschiedenen Zeiten beansprucht und auch besessen. Nachdem sich Kur-köln durchgesetzt hatte, kam es erst 1768 endgültig zu Jülich-Berg, wurde aberauch dann trotz der unmittelbaren Nähe der bergischen Residenzstadt zum JülicherLandesteil gerechnet. Das Suitbertus-Stift in Kaiserswerth geht auf eines der älte-sten Klöster des Rheinlandes zurück. Rechtsrheinisch ist es das wohl älteste Klosterüberhaupt gewesen, doch gilt es, die frühere Insellage zu berücksichtigen. Als an-gelsächsisch bestimmte Gründung muß Kaiserswerth praktisch von Anfang an -

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