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Inkunabelkatalog / Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Entstehung
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Die Abtei Heisterbach hat neben einer Gründungsgeschichte auch eine Vorge-schichte. Vor der Mitte des 12. Jahrhunderts ließ sich auf dem Stromberg der Ere-mit Walter nieder. Um seine Klause und eine dem hl. Petrus geweihte Kapelle (da-her Petersberg, der Name Stromberg trat mehr und mehr zurück) bildete sich einKonvent, der nach der Augustinerregel lebte und 1144 ein Schutzprivileg PapstCölestins II. erhielt. Nach 1176 verließ die Gemeinschaft den Berg und ließ sichweiter nördlich bei Rösrath nieder. 1189 berief der Kölner Erzbischof Philipp vonHeinsberg (1167-1191) gegen ziemlichen Widerstand der Bewohner der UmgegendZisterzienser aus Himmerod auf den verlassenen Petersberg. Über Himmerod ge-hörte die neue Zisterze zur in Deuschland wenig verbreiteten unmittelbaren Filia-tion von Clairvaux. Schon 1192 zogen die Mönche vom Petersberg in das nördlichgelegene Tal. Nach diesem "Vallis S. Petri" nannte sich der Konvent bis zur Säku-larisation. Daraus sollte aber nicht irrtümlich - wie gelegentlich geschehen - auf einPetruspatrozinium der Abtei geschlossen werden. Wie alle Zisterzen hatte auchHeisterbach ein Marienpatrozinium. Die ausführliche Selbstbezeichnung war"Monasterium S. Mariae in valle S. Petri".

1193 erhielt die Neugründung ein päpstliches Schutzprivileg, und um 1200 erfolgteder Baubeginn für einen dauerhaften Kirchen- und Konventsbau. Die eigentlicheHochblüte von Heisterbach fällt bereits in die Zeit des dritten Abbatiats des Klo-sters, in die Amtszeit von Abt Heinrich (1208-1242). In der ersten Hälfte des 13.Jahrhunderts erwarb die Abtei reichen Grundbesitz, insbesondere durch Schenkun-gen der Grafen von Sayn und der Grafen von Berg. Selbst die entfernteren Grafenvon Holland gaben dem Kloster Land in der Nähe von Dordrecht. In diesem Zu-sammenhang sei auf die unter Heinrich sehr engen Beziehungen Heisterbachs zuden friesischen Zisterzienserinnenkonventen Sion und Nazareth wie zum dortigenZisterzienserkloster Klaarkamp hingewiesen. Überhaupt ging der Einfluß Heister-bachs mehr in westliche und nördliche Richtung als (wie z.B. bei Altenberg) in denBereich der sog. "Ostkolonisation". In den Abbatiat Heinrichs fällt das Wirken desCaesarius. Man hat früher aus der großen Anzahl der von Caesarius zitierten Auto-ren auf die Größe der Heisterbacher Bibliothek geschlossen. Dieser Schluß ist aberkeineswegs zwingend; viele der von ihm benutzten Werke kann Caesarius in denverschiedensten Stifts- und Klosterbibliotheken Kölns eingesehen haben.

Ein schon in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts einsetzender Niedergangzwang Heisterbach nachweislich auch zur Verpfändung von Büchern der Klosterbi-bliothek. Im Zeitalter der Wiegendrucke hat die Siebengebirgsabtei gelegentlichKonventualen zum Studium nach Köln oder Paris geschickt. Dies und verstreute

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