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Inkunabelkatalog / Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Entstehung
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rück. Diese rückte aber wieder in die Stellung ein, die sie vor der Vereinigung derJülicher Länder mit den beiden Stammländern des Hauses Kleve besessen hatte.Erst einige Jahre nach der Erbfolge des Hauses Pfalz-Neuburg begann die Jesuiten-kirche als neue "Hofkirche" die Stiftskirche teilweise, aber nie vollständig in denSchatten zu stellen. Durch die 1665 vom Stiftsdechanten Arnold Bernhard Voetzins Leben gerufene Sakramentsbruderschaft erreichte die Seelsorge des Marienstif-tes auch wieder breite Kreise der städtischen Bevölkerung. Bei der sozialen Her-kunft der Stiftsherren im 17. und 18. Jahrhundert ist zu betonen, daß ein erhebli-cher Anteil aus in Düsseldorf ansässigen Familien stammte, vor allem aus solchen,die geradezu erblich die landesherrlichen Beamten stellten. Bis zur Säkularisationgelangten durch testamentarische Legate einzelner Stiftsherren immer noch kleinereBuchbestände in die Stiftsbibliothek.

1803 wurde dem Marienstift die Aufhebung angekündigt. Obwohl diese erst 1805durchgeführt wurde, sind schon 1803 der Stiftsbibliothek mehr als 100 wertvollereWerke von staatlicher Seite entnommen worden. In der Folgezeit gelangten weitereTeile der Bibliothek in landesherrlichen Besitz. Einige wenige Handschriften ver-blieben der nach der Aufhebung des Kollegiatskapitels "übriggebliebenen" Pfarrei,die nun den hl. Lambertus wie im Hochmittelalter wieder als Hauptpatron erhielt.Es ist nicht wahrscheinlich, daß die mehr als 50 heute in der Universitäts- undLandesbibliothek erhaltenen Wiegendrucke gut die Hälfte des ursprünglichen Inku-nabelbesitzes der Stiftsbibliothek ausmachen.

B.G. Bayerle: Die katholischen Kirchen Düsseldorfs. Düsseldorf 1844, S. 1-86; U. Klein: Die Säku-larisation in Düsseldorf. In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 104 (1926), S. 1-67, hier S. 21-31; G. Aders: Die Geschichte der Pfarrei St. Lambertus und des Marienstiftes Düssel-dorf von den Anfängen bis zur Säkularisation. In: Die Stifts- und Pfarrkirche St. Lambertus zu Düs-seldorf. Ratingen 1956, S. 15-40; Urkundenbuch des Stifts St. Lambertus/St. Marien in Düsseldorf.Bearb. von W.-R. Schieidgen. 1. Bd. Düsseldorf 1988; H. Finger: Ein Kölner Missale aus der Düs-seldorfer Lambertuskirche. In: Düsseldorfer Jahrbuch 64 (1993), S. 145-149.

8. Jesuitenresidenz Essen

Späterer Überlieferung zufolge wünschte die Essener Fürstäbtissin Irmgard vonDiepholz (1561-1575) bereits 1562 die Gründung einer Jesuitenniederlassung in Es-sen. Sie soll auf diese Weise beabsichtigt haben, dem bevorstehenden (und 1563vollendeten) Übergang der Stadt Essen zum Augsburger Bekenntnis entgegenzu-steuern. Die Glaubwürdigkeit dieser Tradition hängt vor allem an der in der For-schung verschieden beantworteten Frage, wie überhaupt die konfessionspolitische

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