der heute noch in der Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf erhaltenen 13Inkunabeln.
U. Klein: Die Säkularisation in Düsseldorf. In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein109 (1926), S. 1-67, hier S. 37-43; A. Jacobs: Die Rheinischen Kapuziner. 1611-1725. Münster1933. (Reformationsgeschichtliche Studien und Texte 62).
6. Kreuzbrüderkonvent Düsseldorf
Mehr als 130 Inkunabeln der Düsseldorfer Sammlung stammen aus dem ehemali-gen Kreuzbrüderkonvent der Stadt. Sie stellen den zweitgrößten "Provenienzblock"unter den Wiegendrucken der Universitäts- und Landesbibliothek dar. Die eigentli-che Gründungsurkunde der Düsseldorfer Niederlassung der "fratres cruciferi" trägtals Datum den 14. August 1443. Da der Düsseldorfer Kreuzbrüderkonvent wie dasStift ein Marienpatrozinium hatte (Conventus Beatae Mariae Virginis), kann die of-fizielle Gründung am Vigiltag von Mariae Himmelfahrt zunächst nicht überraschen.Bemerkenswert aber ist, daß dieser Tag auch der 155. Jahrestag der sicher nichtzufällig in der Vigil des größten Marienfestes gegründeten Stadt war. In diesemZusammenhang ist besonders wichtig, daß die Kreuzbrüderkapelle von Anfang anals religiöser Mittelpunkt der vor 1400 gegründeten Neustadt ("Vurstatt") geplantwar, wenn sie auch niemals eigentliche Pfarrechte erhielt. Diese später denKreuzbrüdern übergebene "capella nova" der Muttergottes war bereits 1399vollendet. In ihr wurde eines der beiden mittelalterlichen Gnadenbilder der Stadtverehrt. Die faktische Gründung des Kreuzbrüderkonvents erfolgte mit großerSicherheit bereits 1438, die Erwähnung von ansässigen Kreuzbrüdern in Düsseldorffür das Jahr 1432 hingegen verdient weniger Glauben. (In diesem Jahr soll nacheiner späteren Nachricht der Jungherzog Ruprecht nach vorherigem Eintritt in denKreuzbrüderorden in dem von diesem geleiteten Düsseldorfer Hospital gestorbensein.)
Die Initiative für die Gründung von. 1438 ging von Herzog Gerhard II. (1437-1475)aus. In der Folge bedachte vor allem seine Gemahlin, die Askanierin Sophia vonSachsen(-Lauenburg), den Konvent mit reichen Stiftungen. Die neue geistliche In-stitution in Düsseldorf war aufs engste mit der Dynastie verbunden, was nicht zu-letzt darin seinen Ausdruck fand, daß in ihrer Kirche neben einzelnen Mitgliederndes Herzogshauses vor allem viele Hofbeamte ihre letzte Ruhestätte fanden. DerKreuzbrüderorden folgte seit seiner Gründung im 13. Jahrhundert grundsätzlich derAugustinerregel, aber in einer Fassung, die stark der ebenfalls auf dieser Regelfußenden Dominikanerregel nachgebildet war. So sind die Kreuzbrüder wenigstens
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