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Inkunabelkatalog / Universitäts- und Landesbibliothek Düsseldorf
Entstehung
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Anfang an durch den Bürgermeister und Schöffen Heinrich Brenner. Wenn auchdie Mehrheit der Bürger der Niederlassung zunächst nicht besonders freundlich ge-genüberstand - ein Kloster, das sich seinen Unterhalt bereits erbettelte, das der Ka-puziner, schien wohl vielen Bewohnern genug -, so gab doch mit der Zeit der un-mittelbare Kontakt mit der Bevölkerung den Franziskanern eine starke Verwurze-lung in der Stadt. Da die Franziskaner sich auch später durch ihre selbstlose Hilfe-leistung bei der Ruhrepidemie von 1776 die Herzen der Düsseldorfer Bevölkerungeroberten - damals wurden nicht weniger als zehn Mitglieder des Konvents von derSeuche befallen -, war die Aufhebung ihrer Ordensniederlassung zu Beginn des 19.Jahrhunderts alles andere als populär. Ihre dem hl. Antonius von Padua geweihteKonventskirche wurde als Maxkirche Gotteshaus einer Düsseldorfer Pfarrei. DasRätsel der weitestgehend verschollenen Konventsbibliothek bleibt bis heute unge-löst. Ebenso rätselhaft sind die Gründe dafür, daß immerhin neun Inkunabelndieser Bibliothek ihren Weg in die Düsseldorfer Landesbibliothek fanden.

B.G. Bayerle: Die katholischen Kirchen Düsseldorfs. Düsseldorf 1844, S. 170-182; DreihundertJahre Franziskaner in Düsseldorf. 1651-1951. (Festschrift) Düsseldorf 1951.

4. Jesuitenkolleg Düsseldorf

Das Düsseldorfer Kolleg der Jesuiten, dem es auch gelang, für seine Bibliothekzwei besonders kostbare mittelalterliche Handschriften zu erwerben, besaß einegrößere Inkunabelsammlung als der 30 Jahre später gegründete Konvent der Fran-ziskaner. 35 Wiegendrucke aus der Kollegbibliothek sind in der Universitäts- undLandesbibliothek erhalten. Der Bestand dürfte kaum wesentlich größer gewesensein, da die Jesuitenbibliothek weitgehend (aber keineswegs ganz) vollständig in dieDüsseldorfer Landesbibliothek gelangte.

Die Niederlassung der Gesellschaft Jesu in Düsseldorf wurde auf Veranlassung desjülich-bergischen Landesherrn Herzog Wolfgang Wilhelm (1614-1653) aus demHause Pfalz-Neuburg gegründet aufgrund eines Versprechens, das der 1614 zumkatholischen Bekenntnis konvertierte Fürst noch in jenem Jahre dem in Köln resi-dierenden apostolischen Nuntius Antonio Albergati gegeben hatte. Freilich zog sichdie Realisierung dieser Gründung noch einige Jahre hin. Bereits vorher hatte es einsporadisches Wirken der Gesellschaft Jesu in Düsseldorf gegeben. 1566 hatte Pe-trus Canisius mit Herzog Wilhelm dem Reichen hier Verhandlungen für den Heili-gen Stuhl geführt, und in den Jahren 1585 bis 1587 hatte der Kölner Pater PeterMichael Brillmacher am herzoglichen Hof gewirkt. Die Gründung eines Jesuiten-kollegs, die anders als die eines Kapuzinerkonvents grundsätzlich die Entstehung

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