von Schnupftabakdosen zu. 1795 gelang es dem Konvent endlich, seine Suspendie-rung durch Papst Pius VI. zu erreichen. Cramer dankte 1796 ab und starb auf GutVellbrüggen in Norf. Die Säkularisation 1803 traf mit Altenberg ein einst bedeu-tendes Kloster, das sich äußerlich und auch in spiritueller Hinsicht in tiefem Nie-dergang befand. Im Herbst 1803 wurden bereits die Vorkehrungen getroffen, dieKlosterbibliothek nach Düsseldorf zu schaffen. Der Abtransport in 29 aus den Bü-cherregalen gezimmerten Verschlagen und in zwei großen Fässern fand am 25. No-vember und 6. Dezember statt.
P. Redlich: Die letzten Zeiten der Abtei Altenberg. In: Annalen des Historischen Vereins für den Nie-derrhein 72 (1901), S. 102-141; G. Kallen: Altenberg als Zisterzienserkloster in seiner Stellung zurKirche und zum Reich. In: Jahrbuch des Kölnischen Geschichtsvereins 18 (1936), S. 286-303; E.M.Eicker: Die Säkularisation der Zisterzienserabtei Altenberg im Dhünntale. Phil. Diss. Köln 1950 (ma-schinenschr.); H. Mosler: Altenberg. Neustadt a.d. Aisch 1959; Ders.: Die Cistercienserabtei Alten-berg. Berlin 1965. (Germania Sacra. NF 2.). Bes. S. 32-36 (Abschn. "Bibliothek").
2. Kreuzbrüderkonvent Steinhaus (Beyenburg)
Der zunächst zu Steinhaus bei Beyenburg gegründete und später unter Beibehaltungdes alten Namens nach Beyenburg (seit 1929 östlichster Stadtteil Wuppertals) ver-legte Kreuzbrüderkonvent war die erste Niederlassung dieses Ordens in den Gren-zen des heutigen Deutschlands. (Die Selbstbezeichnung "Kreuzbrüder", "Kreuzher-ren" u.a. wurde im Laufe der Jahrhunderte von verschiedensten Religiosengemein-schaften - mit allerdings sehr ähnlichem kirchenrechtlichen Status - insbesondere inPortugal, Böhmen und Polen gebraucht. Hier wie bei allen weiteren in diesemKatalog genannten Kreuzbrüderkonventen sind die "Niederländischen" Kreuzbrüdergemeint, die ihren Ursprung im wallonischen Teil der alten Diözese Lüttich ha-ben.) 1298 übertrug Konrad von Berg, Neffe Erzbischof Konrads von Hochstadenund 1274 selbst Kandidat für den niederrheinischen Erzstuhl, den "fratribus S.Crucis" die Kapelle beim gräflichen Gut Steinhaus ("Domus lapidea") und erfülltesomit in rechtsverbindlicher Form ein bereits von seinem Bruder, Graf Adolf V.(1259-1296), dem Mitsieger von Worringen, gegebenes Schenkungsversprechen.1303 schenkte Graf Wilhelm I. von Berg (1296-1308), Bruder Adolfs und Konrads,den in Gebäuden des Gutes Steinhaus lebenden Fratres cruciferi den in der nahege-legenen Wupperschleife gelegenen Berg Beyenburg, wohin die Brüder ihre Nieder-lassung verlegen wollten "propter publicam stratam ibi [i.e. ad domum lapideam]transeuntem et moras transeuntium". 1307 stimmte der Kölner Erzbischof Heinrichvon Virneburg (1304-1332) dem Ortswechsel zu. Dessen genauer Zeitpunkt ist un-
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