Gründungskonvent sich zunächst an dem Ort niederließ, wo die Grafen bald ihr"novum castrum" - die Burg a.d. Wupper - errichteten.) In jedem Fall wurde dasKloster sehr bald in die Niederung des Dhünntales unweit der höher gelegeneneponymen Stammburg der bergischen Dynastie verlegt. 1139/40 wurde der Haupt-stifter des Klosters, Graf Adolf, selbst Mönch in "seinem" Kloster. Als die jungeAbtei 1157 ein Schutzprivileg des Kölner Erzbischofs Friedrich II. (1156-1158) er-hielt, wurden unter ihren Besitzungen bereits ihre Bücher ausdrücklich genannt.
Die wirtschaftliche Ausstattung Altenbergs mit Landbesitz war schon zu Beginn be-achtlich. Hingegen kam die Abtei praktisch nie in den Besitz eigentlicher Herr-schaftsrechte (im Zisterzienserorden ursprünglich auch nicht erwünscht), wenn manvon einer einzigen Ausnahme absieht. Diese betraf den 1437 glücklich abgeschlos-senen Erwerb der Herrlichkeit Riehl, die im nördlichen Vorfeld der Stadt Köln lag.Immerhin war dieser Erwerb für das Ansehen des Klosters, (nicht für seine Wirt-schaftskraft!) so wichtig, daß die Äbte sich seitdem in ihrer Titulatur auch "Herrenvon Riehl" nannten und in späterer Zeit diese Bezeichnung sogar in ihr Siegel auf-nahmen. (Der Erwerb einer erzstiftlichen Unterherrschaft, wie sie die HerrlichkeitRiehl darstellte, durch die bergische Abtei führte im 18. Jahrhundert übrigens zuAuseinandersetzungen zwischen Kurköln und Jülich-Berg um die Landeshoheit inRiehl.) Der Grundbesitz war keineswegs auf den Machtbereich der bergischen Gra-fen beschränkt. Vom 14. bis 16. Jahrhundert besaß die Abtei beispielsweise Lie-genschaften in Bacharach und Boppard. Für die Frühzeit sind gar klostereigeneWeinberge bei Würzburg (erworben 1140) nachzuweisen. Vor allem aber verfügteAltenberg über Grundbesitz im Kölner Erzstift und in der Stadt Köln. Der in derNähe der St.-Johann-Baptist-Kirche in Köln gelegene Altenberger Hof war bereits1231 als bedeutende Liegenschaft vorhanden. Im 16. Jahrhundert besaß die Abteidarüber hinaus in der Stadt 26 Häuser und Erbrenten auf weitere 86 Häuser. DerAltenberger Hof diente vor allem seit dem 16. Jahrhundert Konventualen, die ander Universität Köln studierten, als Wohnsitz. Auch die Äbte hielten sich dort rechthäufig auf. Abt Petrus Neuwenar (1581-1591), wie viele Altenberger Mönche einKölner Bürgersohn, residierte dort ständig. Abt Johannes Blankenberg (1643-1662), auch er geborener Kölner, wurde zweimal zum Rektor der Universität ge-wählt und mußte sich allein deshalb häufig im Altenberger Hof aufhalten. Von denneun Nachfolgern, die Blankenberg bis zur Aufhebung des Klosters hatte, warensieben ebenfalls in Köln geboren. Vier von diesen neun Äbten verstarben nicht zuAltenberg, sondern im Altenberger Hof zu Köln. Vor diesem Hintergrund erscheintes nicht mehr verwunderlich, wenn die in Düsseldorf erhaltenen Reste der Alten-berger Bibliothek nach Einband, Druckort und sogar Inhalt der Bände den Eindruck
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