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Meteorologia philosophico-politica : Das ist: Philosophische und Politische Beschreib- und Erklärung der Meteorischen/ oder in der obern Lufft erzeugten Dinge; In Zwölff zerschiednen Aus Meteorologischen Fragen/ und Politischen Schluß-Reden bestehenden; wie auch mit zugleich untermischten schönen Sinn-Bildern gezierten Abtheilungen ... Anjetzo ... aus dem Lateinischen in das Teutsche übersetzt
Entstehung
Seite
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der in der obern Lufft erzeugten Dinge.dem gehet alles glücklich von statten; wer ihn aber verachtet / der hat nichts dann Widerwärtig-leit zugewarten. Die Gottesforcht ist der Fürsten Lock=Speise / wodurch sie die Gemüther derUnterthanen zu ihrem Gehorsam bringen: Dann diese Letztere hoffen lauter Gutes von einem „ Arist. I.5.Regenten / sagt Aristoteles, von welchem sie wissen / daß er vor andern Gottsförchtig ist; und „Polit.vidersetzen sich ihme um so weniger / als sie glauben / daß er vom Himmel herab beschützt werde.Worzu noch kommet / daß er mit seinem Exempel solche Unterthanen machet / gleich wie er ist /nemlich fromme und mässige Leute; nach des Poeten Ausspruch:Totus componitur orbisClaud. 4.Regis ad exemplum: nec sic inflectere sensusHumanos edicta valent, quàm vita regentis.Das gantze Land richt sich nach seines Herren Leben:Wann ein Regent will selbst ein gut Exempel gebenIndem das Volck allein auf dessen Wandel achtSo nutzt derselbe mehr / als der Gesetze Macht.Welches / wie viel es zu Bevestigung eines Reichs nutze und beytrage / bezeuget Plutarchus herr-wann er schreibt: Dieses ist der Meisten ihre Meinung / daß zu Anrichtung einer Bur= " Plai. Po-erlichen Zucht absonderlich erfordert werde / damit ein Fürst auch wohl=gesittete und nüchter-ne Burger mache.„ Dann wann die Unterthanen GOtt förchten / so seynd sie gleichfalls be= Xenoph. 3.issen / ihren Ober=Herren zu gehorsamen. Dahero soll ein Fürst dahin trachten / daß / wie er „ rer. græc.fromm und tapffer ist / er auch über Fromme herrschen möge: „ Und solchergestalten wird ei- Sallust. adnem König die Krone nicht vom Haupt abfallen können. Dieses haben erfahren Constantinus, Cas.OraiMagnus, Carolus Magnus, Alphonsus II. König in Legion und Castilien / Stephanus, Ladis-laus, und Ludovicus Könige in Ungarn; item Casimirus, und Rudolphus I. mit dem gantzenDurchleuchtigen Hauß Oesterreich; welche alle einig und allein durch die Gottesforcht ihre Kö-nigreiche und Länder ihnen und den ihrigen erworben, befestiget, erweitert, und auf die spatteNachkommenschafft hinterlassen. Will man aber die gegenwärtige Zeiten ansehen / so darffman nur auf den kurtzen Begriff aller frommen und Gottsförchtigen Kayser / den jetzt regieren-den Allerdurchleuchtigsten Leopoldum I. seine Augen richten. Dieser ist derjenige Kayser / derda wann gleich die Welt offt vermeinte, er seye durch seiner Feinde ohnausgesetzte listige Nach-ſtellungen auffgerieben worden / nichts deſtominder wie ein helleuchtender Morgen⸗Sternaufgegangen; wie er dann annoch mit lauter Sieg und Triumph beglücket wird. Er waralzeit unbeweglich / weil er auf dem Pfeiler der Gottesforcht gegrundet stunde; als welche allei-tlig von allem Fall und Sturtz befreyet ist.Una haec ſtat neſcia caſus.Bleibt fest gestellt /Wann alles fällt!Stat firmo pietas, & permanet unica talo;Cùm facilè in casum cœtera prona ruantHoc quicunque suae fulcrum substernere gaudetVitae; etsi pereant omnia, tutus erit.Wann alles kracht und sinckt / und übern Hauffen fället:Bleibt / wer den HErren förcht / doch von dem Stürtzen frey:Ein Reich / zu dessen Grund die Frommkeit ist gestellet /Weist nicht / was Untergang / und was Zerrüttung sey?Hastu die Gottesforcht zum Eckstein ausersehen /So wirstu / wann die Welt vergehet / sicher stehen.(0)TisSilffte