auf sie legt
der in der obern Lufft erzeugten Dinge.Vertitur in fumum domus uno fulmine tacta;Pluribus & jaculis non eget illa Jovis.Unius ob crimen nonnunquam moenia lapsantUnius & poenas Oppida tota luunt:Der Himmel hat nicht noth, viel Donner-Keul zu schmeissen,Wann er Palläste hat zu Staub und Asch erkießt:Ein einiger Feuer-Strahl kan Mauren niederreissen;Er brennet Städte aus / und macht sie öd und wüst.Ein einig böser Bub macht offt viel Menschen sterbenUnd stürtzet Reich und Land in äusserstes Verderben!Die IV. Frage.Ob / und was ein Donner-Stein oder Keul seye?An hat nicht nöthig / zu Erklärung deß Strahls mit einem steinernen oder metallenenKern sich viel zu beschleppen; wie etwa dergleichen Kerns der einige Avicenna un-ter den Alten gedenckt; und wordurch der gemeine Mann in den Wahn gerathen /daß er glaubt / der Strahl seye ein aus den Wolcken ausgetriebner Stein: wiewoh-len ich doch nicht läugnen will / daß ein oder anderer Cörper in den Wolcken zu Stein werdenkönne / so hernach zugleich mit dem Strahl als eine Stuck=Kugel auf die Erde geschmissen wird.Dannenhero§. 1. Ists glaublich / daß es einen Strahl=Stein abgebe / der zwar kein Strahl /jedoch aber eine andere Würckung seye / die zuweilen sich zu dem Strahl geselle. DannErstlich; wann aus dem Schwefel / Salpeter und Laim mittelst deß Feuers ein über die mas-sen harter Stein werden kan; ingleichem, wann der Wein zu einem Tartar oder Stein wird,und Steine in dem Menschen wachsen; warum solte sich dieses nicht auch in den Wolcken be-geben mögen? So pflegen auch viel Ausdünstungen in Metalle sich anzuhärten / nach deß Al.berti M. und Georg. Agricolæ Meynung: Warum solten dann die zwischen die Wolcken ein= Albert. I.gedrungene Ausdünstungen nicht auch ein ebenmässiges thun können? Zweytens: das Regen= 3. Tract.wasser / so es in einem Gefäß aufgefangen wird / gibt zu erkennen / daß in den Wolcken eine gros= c. 73.se Menge irrdischer Dünste sich finden müssen / indem auf dem Boden gedachten Gefässes viel Agric.l.erdene Fæces, oder ein erdener Satz sich anhäuffe: Gleichwie nun der Laim zu Ziegel=Steine de rerumgemacht wird; also werden auch diese erdene Theile durch deß Feuers Gewalt zu einem wahr=subterr.hafften Stein verkehrt; und wann die Schlangen, nach Ettervi Bericht, aus Anleitung der oriu.Natur durch ihr blosses Aushauchen einen Stein machen koͤnnen; so werden ohne Zweiffel diein den Wolcken zusammen gesammlete Aushauchungen noch eher und leichter zu Steine wer-den. Drittens; Man siehet / daß ein Strahl hin und wider schießt / und einen ungleichen Lauffnimmet; bald hier hinein dringet/ bald dorten heraus fähret von einem Ort in den andern eilet;mit vielerley Umschweiffen durch Häuser und Kirchen hin und her schwermet / und endlich sichin die Erde verbirgt. Dahero es gantz glaublich scheinet / daß der Strahl / so nicht durchbricht /sondern nur zerstöret, öffters einen Stein, den man Donner-Keul nennet, mit sich führe; Ichsage: oͤffters; dann solches geschiehet nicht allzeit / auch nicht einmahl alsdann / wann schon derStrahl so offenbahre und sichtliche Zeichen hinter sich lasset; Gestalten zu dergleichen Wür-ckungen es schon genug ist/ wann nur eine in einer dicken und festen Materi angezündte StrahlFlamme aus denen Wolcken ausgestossen wird: wie man dann gar selten / ob sich schon obge-meldte Zeichen ereignen / Strahl=oder Donner=Steine findet; unerachtet es doch bekannt / undPlinius ebenfalls bezeuget / daß ein Strahl nicht tieffer dann fünff Schuh in die Erde fahre.Was wir nun oben angeführt / bestärcken wir mit Exemplen; Johann Baptista Mori-nus erzehlet: Daß Anno 1627. den 29. November, bey hellem Wetter / nachdem man zuvor zer-schiedene Canonen=Schuͤß gehoͤrt / in Angesicht dreyer Persohnen auf dem Berg Nasson / so un-ter die an der See=ligende Alpen gerechnet wird / ein mit einem feurigen Crayß umgebner Steinaus der Lufft herab gefallen seye; welcher 38. Pariser=Pfund gewogen habe / und noch zu Aachenin der Kunst=Kammer deß Heil. Bortilii aufbehalten werde.BeyH3