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Die Kaiser- und Königskrönungen zu Aachen 813 - 1531
Entstehung
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Kirche kommen, fanden nicht, wie üblich, an der Evangelien-seite einen Tisch aufgestellt, sie wurden an einen Altar ge-wiesen, auf den sie die notwendigen Insignien legten und aufdem sie die Kerzen anzündeten 14 . Das Gedränge wuchs mit derAnkunft des Königs, und niemand kümmerte sich um sie.Jetzt schickte man aus der Sakristei den Dompropst vonKöln, Georg von Sayn-Wittgenstein, den blutjungen Dom-herrn Bernhard von Sachsen-Lauenburg, Grafen und Herren,um die Insignien zu holen. Dessen widerten sich die Nürn-berger, sie wollten nach altem Rechte die Insignien unmittelbardem Berechtigten überreichen und auch bei der Krönung sein.Man gab ihrem Begehren nach und nun legte der Kölnerwenigstens an Stelle des Chormantels dem Könige den sa-razenischen Purpurmantel an. Die Untergewandung, die derKönig trug, war aber Eigentum des Stiftes. Diese mangelhafteInszenierung hatte auch weiterhin Störungen zur Folge.Einen Ring hatten die Nürnberger nicht, und statt der Arm-spangen wurde der König mit dem goldenen Vließe, seinemeigenen burgundischen Hausorden geschmückt. So peinlichdiese Schwierigkeiten den Beteiligten sein mochten, so wenigwurde der Glanz der Feier dadurch herabgesetzt, manche derBerichterstatter beobachteten die Fehler nicht, und der Cere-monienmeister des Kölners Mohr übergeht sie klüglich.

Es begann nunmehr die eigentliche Krönung. In feier-lichster Form überreichte der Kölner, unterstützt von Mainzund Trier, dem Knieenden das von der Scheide entblößteSchwert Karls des Großen, der König steckte das Schwert indie Scheide und umgürtete sich, ihm wurde ein Ring angesteckt,der Königsmantel umgehängt, Szepter und Reichsapfel über-geben. Die Kurfürsten oder ihre Vertreter boten dem Krönen-den je eins der Insignien dar. Alles das erfolgte unter den altenGebeten. Nunmehr setzte der Kölner, wobei auch Mainz undTrier an die Krone die Hand „anschlugen", Karl die KroneKonrads II. aufs Haupt. Im Krönungsornate trat er alsdannan den Altar heran und schwur auf das Evangeliar den Krö-nungseid. „Ich bekenne und verspreche vor Gott und seinenEngeln, daß ich jetzt und in Zukunft Gesetz und Gerechtigkeit