VIII. Das Krönungsmahl.
Zug ins Rathaus. Die Einrichtung m Rathaus. Die Sitzordnung. DieBedienung. Der Marschall von Pappenheim beim Kornhaufen. DieMeldung an die Küche. Das Auftragen der Speisen. Ende der Diensteder Erzämter. Der für das Volk gebratene Ochse. Der König an seinerTafel. Ende des Gastmahls. Die verschiedenen Ämter und ihre Kon-kurrenz. Die"Tischgäste. Betrachtungen. Das Tischgerät in Gefahr.Die Rechte der Münsterkirche und Geschenke an sie. Zurück zurHerberge. Der Mainzer als Erzkanzler. Am Abend Bankett. Fortfallder Belehnungen. Die nVchsten Tage. Zeigung des Heiltums. Prokla-mation als erwählter Kaiser. Charakteristik des Festes. Wie dasAachener Münster erhalten blieb.
Nach Beendigung des Gottesdienstes und nachdem diedrei geistlichen Kurfürsten ihre Pontifikalgewänder mitkurfürstlichen vertauscht hatten, begab sich der festliche Zugunter Vorantragung der Reichsinsignien durch die Kurfürstenzu Fuß ins nahe Rathaus zum feierlichen Krönungsmahle.Abermals streuten königliche Diener Münzen unter die Mengeund dem Bürgermeister von Aachen stand das Recht zu, einenGriff in den Sack Münzen zu tun. „Man wartete mehr auf dasGeld als auf den König" heißt es bei einer anderen Krönung,galt aber wohl für alle.
Die Wände des Rathauses waren mit den Tapisserien desherzoglichen Schlosses in Mecheln geschmückt, auf den Tischenwar das Tafelgeschirr der Tante des Königs aufgestellt, derErzherzogin Margareta, die in Mecheln lebte. Diese im Lebenschwergeprüfte Frau, die klügste fast unter allen politischenDamen der Weltgeschichte, hatte der Krönungsfeier, diesemGottesdienste für Männer, auf einer Tribüne nahe dem Altareangewohnt und freudig muß ihre Stimmung gewesen sein,denn sie hatte den jungen Karl erzogen und in die Politik ein-geführt.
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