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Bayern Beatrix, Herzogin von Schlesien-Glogau, mit Karl IV.Anna von der Pfalz, diese jedoch erst am folgenden Tage, mitWenzel Johanna von Bayern-Straubing, mit Siegmund Bar-bara v. Cilly zusammen in Aachen gekrönt. Friedrich III. undKarlV. waren noch nicht vermählt, Maximilian Witwer. KarllV.ließ auch eine spätere Gemahlin Anna von Schweidnitz in Aachenkrönen, er selbst blieb in Trier zurück (9. Februar 13S4).
Von der Krönung Barbaras von Cilly gibt der bisher un-bekannte Bericht der savoyischen Gesandten 3 den ersten ge-nauen Bericht: Es heißt, nachdem Siegmund als Gekröntervom Throne Karls des Großen Besitz genommen hatte, „führtenihn die Bischöfe vor den Hauptaltar. Dann holten die ge-nannten Erzbischöfe und Bischöfe und führten auch sie vorden genannten Altar und nahmen ihr den Federhut mit demStirnschmuck vom Haupte und setzten sie mit hängendemHaare vor den Altar und salbten sie nach vielen Ceremonienund Gebeten, die sie über ihr sprachen. Nach der Krönungnahmen sie eine goldene Krone großen Wertes und krönten siedamit und dann führten sie sie neben den König. Dann sangman das Evangelium."
Auf den ersten Blick sieht das alles so aus, als wenn dieKrönung noch an Bedeutung gewonnen und Aachen davonNutzen gezogen hätte. Aber das war nur Schein und mit derGoldenen Bulle begann der Niedergang.
Schon unter Wilhelm von Holland hatte ein Reichs-weistum festgestellt, daß bereits die einmütige Wahl demKönige die Rechte des Kaisers gab, somit sicher auch die desgekrönten Königs. Das Reichsgesetz Licet juris von 1338 hattedas endgültig festgelegt. Krönung und Thronerhebung schaffennicht mehr ein Recht, sondern bekunden es nur. Es ist daherauch folgerichtig, daß die Könige von Rudolf an nicht mehrnach ihrer Krönung die Regierungsjahre zählten, sondern nachder Wahl. So lange das Kurfürstenrecht noch bedroht waroder schien, wirkten noch die alten Kriterien für das Recht deseinzelnen Königs fort: also Krönung am rechten Orte, durchden richtigen Spender mit den richtigen Geräten, und indemnun die Wahl an Frankfurt gebunden wird, erhält diese Stadt