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Die Aachener Stadtrechnungen geben uns an, was dieStadt ihm schenkte: 3 Fässer Wein und 10 Krönungsochsen;der Königin (Pfalzgräfin Anna) aber, die ebenfalls, nur einenTag später gekrönt wurde, gab man in einer Börse 200 Gold-schilde; Hofbeamte, Kanzleibeamte und Diener erhielten 120.Da der Kölner Erzbischof abwesend war, vollzog der Triererdie feierlichen Handlungen. Ruprecht, der Gegenkönig gegenden abgesetzten Wenzel, empfing die Krone in Köln, daAachen sich sperrte. Erst sechs Jahre später kam zwischendem Könige und der Stadt ein merkwürdiges Abkommen zu-stande, der König solle sich in Aachen auf den Königsstuhlsetzen; wäre dann einer der drei Erzbischöfe auf dem Rheineda, solle ihm dieser die Krone auf dem Stuhle aufsetzen. Sei dasnicht der Fall, so solle es an den Aachenern stehen, einen dazutauglichen vorzuschlagen, und der solle es tun, doch schlecht-hin ,,ohne Segen, Chrisam, Salbe oder andere Zierlichkeit zuder Krönung", er solle dazu auch nichts weiteres tun. DerPfälzer kam wirklich, er ist freilich nur sehr kurz dort ge-blieben, immerhin hat sich diese Krönung wohl am 13. No-vember 1407, der ein Sonntag war, abgespielt. Wenigstenserteilte der König nicht nur Aachen die Privilegien, sondernversicherte auch der Stadt, daß seine Kölner Krönung ihremRechte nicht abträglich sein solle 1 . Seitdem die Goldene Bulledie Rechte der Kurfürsten gesichert hatte, seitdem es klargeworden war, daß die stärkste Territorialmacht im Reiche,zuerst die Hausmacht der Luxemburger, dann die der Habs-burger, das sonst ohnmächtige Reich schützen müsse, wurdenauch wieder wie einst bei Lebzeiten der Väter zwei Söhne inAachen gekrönt: Wenzel (1376) und Maximilian (i486). AnFerdinand, dem Bruder Kaiser Karls V., wurde 1531 die letzteAachener Krönung vollzogen.
Im früheren und im hohen Mittelalter sah Aachen, soviel wir wissen, nur einmal die Mitkrönung einer Königin; daswurde seit dem Interregnum bei einträchtigen Wahlen dieRegel. Mit Rudolf von Habsburg wurde Anna von Hohenberg,vielleicht auch mit König Adolf Imagina von Limburg 2 ,mit Heinrich VII. Margareta von Brabant, mit Ludwig dem