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Die Kaiser- und Königskrönungen zu Aachen 813 - 1531
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durchgehenden Verkehr trug, vielfach durch die neue Flurein-teilung beseitigt, anderswo schauen noch zahlreiche Kreuzenicht mehr auf Aachenpilger, sondern auf einen verlassenenWeg herab. Wer in den Alpen und in romanischen Ländern nachdem Ortsnamen Spital, Ospedale, Ospedaletto die mittelalter-lichen Straßenzüge festgelegt hat, der wird auch in dem Siechen-hause bei Sievernich nicht ein Krankenhaus für Ortsangesessenesehen, sondern ein Spital für erkrankte Fernwanderer erkennen.

Den Römern dienten in der Richtung von Süden nachNorden die Straße am Rheine entlang von Mainz nach Köln undöstlich des Ahrgebietes die Verbindung von Trier mit Köln.Dem deutschen Reiche ziemte aber, seit Aachen eine solcheBedeutung gewonnen hatte, eine direkte Verbindung zwischenAachen und Frankfurt. Je mehr sich die deutsche Königswahlin dem allen Stämmen am besten gelegenen Gebiet zwischenFrankfurt, Mainz und Worms dauernd ansiedelte, um so dring-licher war eine den Römern nicht notwendige kürzeste Straßevom Wahlorte zur Krönungsstätte und diese Bedeutung wuchsin dem Zeitalter der Doppelwahlen. Bei einhelligen Wahlenund in friedlichen Tagen mochte der Gewählte auch einenweiteren Weg einschlagen, wo ihn die seit dem 13. Jahrhundertals Residenz der Kölner Erzbischöfe aufkommende Stadt Bonnanziehen mochte oder das mächtige Köln. Die Anlage derStraße setzt einen einheitlichen Willen voraus und unwill-kürlich lenken sich die Gedanken auf Karl den Großen. Nochfrüher sie anzusetzen wird man Bedenken tragen, da sie anZülpich vorübergeht. Zur Zeit der Anlage war diese Stadt wohlnicht mehr von großer politischer Bedeutung und damals nichtReichsbesitz. Wie immer dem sein möge, die Forschung mußfortan damit rechnen, daß nicht von ungefähr am Vinxtbacheeine wichtige Grenze lag und der Engpaß zwischen dem Rheineund den Bergen von Andernach bis Sinzig eine politische undmilitärische Bedeutung besaß, die sich auch in den Fehden desMittelalters äußerte. Doch ich bin vom Thema abgeschweift.

Bei seiner Krönung bewies Barbarossa zum ersten Maleseine Gerechtigkeitsliebe. Ein Übeltäter aus den Dienstmannender Kölner Kirche warf sich dem eben Gekrönten zu Füßen,