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Die Kaiser- und Königskrönungen zu Aachen 813 - 1531
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zu krönen, einen päpstlichen Vertreter vor. Man hatte an demEinflüsse des Papstes auf die Kaiserkrönung noch nicht derHemmungen genug.

Mit Friedrich I. kam 1152 der zweite der großen GönnerAachens auf den Thron. An einem Dienstage war er zuFrankfurt erkoren worden, am Sonntag — dieser Tag wurdeneben hohen kirchlichen Festen im Hochmittelalter fast aus-schließlich gewählt — wollte er in Aachen gekrönt werden,man spürt die rasche Tatkraft des Rotbartes. Zu Schiff fuhrer von Frankfurt stromabwärts bis Sinzig 18 . Die rheinischeForschung hat allen Römerstraßen eine unsagbare Liebe zu-gewendet, um den Weg vom Mitte!rheine nach Aachen, denim Mittelalter Tausende von Pilgern wanderten, aber auchKaufleute, Händler, Krieger, hatte sich bisher niemand ge-kümmert 14 . Der zeitweise wilde Lauf der Ahr rief eine Unweg-samkeit dieses ganzen Flußsystemes in so hohem Grade hervor,daß für den Fernverkehr das gesamte innere Gebiet ausge-schlossen war. Die zu Zeiten riesigen Wassermassen gefährde-ten da oben alle Brücken — wie wir es ja noch erlebt haben —,so war der Fluß für den Fernverkehr nur in der Nähe der Mün-dung zwischen Sinzig, Bodendorf und Remagen stets passierbar.Diese Unwegsamkeit des Ahrgebietes bannte die römischeStraße an den Rhein, begründete an der Mündung des Vinxt-baches die Grenze zwischen Germania superior und inferior,wahrscheinlich auch die Südgrenze Ripuariens wie die Scheidezwischen den Erzbistümern Trier und Köln. Als Friedrich denRhein hinabfuhr, begrüßten ihn Oberwesel, Boppard, Ander-nach, Hammerstein und Sinzig als Reichsorte, über Bacharachwinkte Stahleck, der Sitz der Pfalzgrafen bei Rhein, derenWürde von Aachen ihren Ausgang nahm, um später nachHeidelberg und Mannheim verlegt zu werden. Reichsgut lagin dichten Ballen um die Ahrmündung, und König Philipp, desRotbartes Sohn, in jungen Jahren Dompropst von Aachen,hat die Straße Sinzig-Düren-Aachen durch die Erbauung derüber dem Ahrthale thronenden Burg Landskron gesichert. Anihrem Nordfuße läuft diese Aachener Landstraße meist querfeld-ein auf Düren zu. Heute ist sie, die noch vor 100 Jahren einigen