490 Geschichte der lateinischen Literatur des Mittelalters. Zweiter Teil.
an Stelle des neuen gesetzt zu werden, da von einer Zerstörung des neuen nichts verlautet5. Das sapphische Gedicht ist metrisch richtig gebaut. Zur Andeutung vgl. den Berichtüber den ungläubigen Bischof 3, 1 Falsa promentem iaculo doloris Percutit vero, videt hiereatum, Penitet dicti: sua penitentem Pena reliqnit. 6. Das Gedicht besteht aus zwei ein-leitenden, einundzwanzig erzählenden und sieben Schlußdistichen, in denen der Ruhm deshl. Martin besungen wird.
Ueberlieferung. In Monte Cassino waren die Schriften laut dem alten Katalogevorhanden, vgl. Bibliotheca Casinensis 1 p. LXXX. Omeliae domini Guaiferii monachi Casi-iiens/'s ineipit Verba saneti. Und zwar waren sie hier ebenfalls in Verbindung mit denSchriften des Alphanus wie in der heutigen Ueberlieferung, standen aber räumlich nachihnen. Einzige Hs. Casin. 280 s. XI f. 1—37, vgl.Bibl. Casin. 5,37 f. (vor den Gedichten desAlphanus). Ausgabe der Gedichte bei Ozanam, Docum. inedits pour servir ä l'hist. litt.del'Italie p. 271—287, der Gedichte (nach Ozanam) und der Heiligenleben (nach Acta SSFebr. 2, 531 und Mart. 1,304) bei Migne 147. 1283—1310. Vgl. Ozanam p. 115 fr", und Tosti|Storia della badia di Monte Cassino 1,416.