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Die römischen Stationsorte und Straßen zwischen Colonia Agrippina und Burginatium und ihre noch nicht veröffentlichten Alterthümer : nebst einem Excurse über Spuren römischer Niederlassungen und Straßen, wie über germanische Alterthümer zwischen Rhein und Maas
Entstehung
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hügel und Urnen kommen zwei Stunden südwärts bei demDorfe Neuenhagen, ebenfalls an der Seite des Bubenweges vor.Dagegen dürfen die nach der übereinstimmenden Aussagevieler Umwohner, auf den westwärts von Schinveld gelegenenHöhen gefundenen Tuffsteinsarkophage, Krüge und grossenAmphoren, von denen die letzteren zerbrochen, die ersterenzu Futtertrögen benutzt worden sind, für römisch gehaltenwerden. Die allgemein geglaubte Sage von einer grossenSchlacht feindlicher Völker, deren Stellung und Lager manbei Schinveld noch zeigen will, ist wahrscheinlich aus derMenge der Grabhügel im dortigen Umkreis entstanden.

Noch etwas Bemerkenswerthes, was von mir und meinenGefährten in Schinveld beobachtet wurde, soll kürzlich er-Avähnt werden. Es ist die Menge mittelalterlicher Thongcfässcund Scherben, welche man durchschnittlich in einer Tiefevon zwei Fuss in der nächsten Umgebung des Dorfes überallfindet, und die daraus sich ergebende Bodenerhöhung währendder seit jener Periode verflossenen Jahrhunderte. Als uns derdortige Pfarrer die in seinem Garten bei dem Pflanzen derBäume gefundenen Gefässe, von denen jetzt mehrere in meinemBesitze sind, zeigte, und von der gleichen in fast allen Gärtendes Dorfes wiederkehrenden Erscheinung erzählte, drängtesich uns der wohl auch dem Leser nahe liegende Gedanke auf,dass vormals grosse Werkstätten jener Geräthe hier betriebenund die Abfälle derselben, um sie zu beseitigen, eingegrabenworden wären. Indessen führten die in mehreren Gärten vonuns veranstalteten Ausgrabungen unter der lockeren, durchtieferes Graben vielfältig mit kleinen Scherben vermischtenDammerde, allenthalben in gleicher Tiefe auf eine schwer zudurchbrechende Schicht von Scherben, Thonklumpen undZiegelstücken. Ganze Gefässe, welche wir von mehrerenEinwohnern erhielten, fanden wir selbst so wenig, als Eestevon Mauerwerk, welche aber nach der Versicherung mehrererglaubwürdiger Personen, häufig gefunden und als Trümmervon Töpferöfen erkannt worden sind. Wie die völlige Unbe-kanntschaft der Einwohner mit dem vormaligen Betrieb derTöpferei, und mit der Zeit und Veranlassung der Zerstörungihrer Werkstätten, so lässt auch die meist rohe Arbeit und