53
nannten kleinem Stationsorte herrühren, welcher zum Schutzeder Strasse auf einer der niedrigen Höhen angelegt waroder auf einer solchen nur seinen Wachtposten hatte, isteine schwer zu entscheidende Frage. Aehnlich verhält essich mit einigen weiter rheinabwärts gelegenen Punkten.So hat man bei Drüpt eine römische Grabstätte und vieleZiegel, und eine Viertelstunde nordwärts bei Haus Loo, ander Kreuzung der von Kheinberg nach Xanten und vonWesel über Alpen nach Geldern führenden Chaussee, dasGleiche nebst Münzen und Thongefässen gefunden. Diegrosse Menge der Ziegel, von denen manche den Stempelder 30. Legion trugen, hat einen römischen Ziegelofen, undder Anklang im Namen des nahe gelegenen Fleckens Alpen,mit den verschiedenartigen in der Umgegend gemachtenFunden, hier die Stätte des von Anderen, wie von mir, inder Nähe von Kaldenhausen angenommenen Calone ver-muthen lassen. Jedenfalls ist es wahrscheinlich, dass auchhier das bleibende oder zeitweilige Lager einer Besatzunggestanden hat, welche die nach Vetera und ebenso diezur Lippemündung führende Strasse zu decken hatte. Denndass auch die letztere zur Zeit der Römer vorhanden undumwohnt gewesen ist, bezeugen die verschiedenai - tigen beidem Bau der Chaussee, und noch später wiederholt in demdurch Ueberschwemmungen aufgewühlten Boden zum Vor-schein gekommenen römischen Altertbümer.
VII.
Vetera und Colonia Traiana, der Fürstenberg mitBirten and Xanten.
Dass Colonia Traiana, woraus erst die fränkische Troja-sage Colonia Troiana gemacht haben mag, das heutigeXanten sei, ist zwar oft bestritten, doch in der neuern Zeitfast allgemein angenommen worden. Daher dürfte nichtsowohl diese, als die Zusammenstellung von Vetera mit