nicht Villi, sondern VII leugae, wie ein alter Codex— freilich ebenso nach mehreren Stationsorten dieserStrecke — hat, und von Gelb nach dem eine Stunde unter-halb Uerdingen gelegenen Dorf'e Kaldenhausen wiederumnicht Villi, sondern III oder höchstens IUI leugae zusetzen. Dagegen ist von Kaldenhausen nach Vetera, stattder nur von jenem einzigen alten Codex gebotenen Lesart:leugas VII , die aller übrigen XXI , nur mit dem Beisatz:mpm. gleich 14 Leugen, herzustellen. Da die an verschie-denen Stellen nachweisbare Verwechselung beider Maass-bezeichnungen in dem Wegfall der anderwärts noch vor-handenen Nebeneinanderstellung derselben, welcher leichteine oder mehrere Zahlen mit der falschen Maasbezeichnungverbinden Hess, eine leichte Erklärung finden, so darf dieLesart: XXI'den Gründen beigezählt werden, welche Calonein Kaldenhausen zu suchen berechtigen. Uebrigens sind siein römischen Mauerresten, Gefässen, Grabstätten und zahl-reichen Münzen enthalten.
Dem Laufe des Eheines und der auf seinem linken Ufernoch an verschiedenen Stellen erkennbaren römischen Heer-strasse folgend, beginnen die Mittheilungen mit :
I.
Colonia Agrippina, Cöln.
Die zahlreichsten und wichtigsten Funde römischerAlterthümer wurden von jeher und werden noch immer ander Südwestseite der Stadt, sowohl innerhalb, als ausser-halb ihrer jetzigen Mauern gemacht. Dass dies nach demRhein hin immer weit weniger der Fall sein konnte, erklärtsich aus den vielfachen Veränderungen seines Ufers, welcheshier, zu den überall vorgekommenen, noch in späteren Jahr-hunderten eine vollständige Neugestaltung erfahren hat.Dadurch nämlich, dass ein Arm des Stromes, welcher vor-mals eine lange schmale Insel von dem linken Ufer trennte,ausgefüllt wurde, ist erst der Boden für die ganze Ostseite