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II.
Novesium, Neuss und Grimlinghausen.
Die zwischen Cöln und diesen Orten befindlicheStrecke mit den beiden bekannten römischen Stationen Dur-nomagus und Burungum wird hier übergangen, weil seitmeiner letzten Besprechung derselben, Haus Bürget, dasRömische Burungum, keine dort gemachten Funde zu meinerKenntniss gelangt sind, welche eine besondere Erwähnungverdienten. Es werden aber die kaum drei Viertelstundenvon einander entfernten Orte der Ueberschrift, denn soweit liegt der letztere oberhalb des erstem unmittelbar amRheine, deshalb hier mit einander genannt, weil sie, nachden auf der ganzen Zwischenstrecke gefundenen Restenrömischer Gräber, auch ehemals mit einander zusammen-gehangen und zu einander gehört zu haben scheinen. IhreNähe erinnert an die gleiche von Castra Vetera und Co-lonia Traiana, nur dass diese Letztere wegen ihrer grössernBedeutung, ihrer besondern Befestigung und Besatzung,als besonderer Stationsort in den Itinerarien aufgeführtwird, während dies mit der Stätte des jetzigen Grimling-hausen nicht der Fall ist. Obgleich ihr vormaliger Namevöllig unbekannt ist, und der jetzige, im 12. Jahrb. nachLacomblet, Urk. I. Nr. 445, Grinbrechthenchusen geschrieben,keine Spur römischen Ursprungs enthält, so ist doch dieserfür den Ort selbst durch die Menge der dort gefundenenrömischen Alterthümer festgestellt, welche in ihm nicht einblosses Gräberfeld des alten Novesium, sondern eine Wohn-stätte der Lebenden erkennen lassen.
Zu diesen Resten des Alterthums gehört zunächst diealte Steinstrasse, welche von der Nordwestseite des jetzigenOrtes aus auf dem linken Erftufer nach Jülich führte, undsich wahrscheinlich mit einer von Novesium ausgehendenvereinigte. Ihre Richtung wird überall in den Feldern, wosie nicht bereits ausgebrochen worden ist, durch die Dürredes sie durchschnittlich zwei Fuss hoch überlagerndenBodens und der Vegetation abgezeichnet. Unter den auf