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mir um so interessanter, als man ausser den Urnen und einigenumherliegenden Holzkohlen, in den Schinvelder Grabhügelnbisher nichts Weiteres auffinden konnte. Diese liegen auf deran der Südseite des Dorfes allmählich aufsteigenden Hoch-ebene, und zwar zu beiden Seiten des Bubenvveges, sowievon noch anderen Gräben und Wällen umgeben, und bildenhier regellose Gruppen und Reihen meist kreisrunder, seltenvierseitiger Erhöhungen. Ausser der Einsenkung in der Mittesind die Hügel oft so abgeflacht, dass man sie kaum erkennenund so weder ihre Zahl, noch ihre ursprüngliche Höhe undPeripherie bestimmen kann. Nach Beseitigung der sie, wieeinen grossen Theil der dortigen Hochebene, überdeckendenharten Kruste von Kieseln und incrustirten Feuersteinen, findetman den gleichen feinen weissen Sand, wie westlich vonTeveren, und in diesem unter jedem Hügel eine einzige Urne.Die von mir gesehenen Urnen, es waren ihrer mit einigenzerbrochenen etwa zehn, hatten zwar eine verschiedene Grösse,doch fast alle die gleiche niedrige weitbauchige Form. MitAusnahme nur weniger von rothbraunem, aussen schwarz ge-färbtem Thone, sind sie von einem schwärzlichen Stoffe, undsämmtlich nicht auf der Scheibe, sondern aus freier Hand ge-formt, auch nur am offenen Feuer gebacken, zum Theil wohlnur an der Luft getrocknet, da sich viele Scherben im Wasserauflösen. Ihr Inhalt besteht aus Knochenstücken, Holzkohlen,Asche und bald fettiger, bald sandiger Erde. In einer dergrössten, deren Durchmesser, bei einer Höhe von 9 Zoll, inderobern Oeffnung des schrägen 1 >/ 2 Zoll hohen Randes 9 1 /,,in der weitesten, fast rechtwinkeligen Ausbiegung des Bauches15, und im Fusse 3 '/t Zoll betrug, fand ich eine kleine rundeSchale mit einem weiten Rande und einem kurzen dem einesWeinglases ähnlichen Fusse von röthlichem Thone. Wieüberhaupt in germanischen Graburnen kleinere Gefässe häufigvorkommen, so fand man bei dem früher genannten Lüttingeneine grosse gelbliche Urne mit einem bläulichen Gefäss indem Innern und obenauf das Bruchstück eines mit gefloch-tenem Broncedrath eingefassten Metallspiegels, welches ichbei Hrn. Nettesheim in der Sammlung des Geldrischen Histor.Vereins sah. Ganz ähnliche und sicherlich germanische Grab-