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Die römischen Stationsorte und Straßen zwischen Colonia Agrippina und Burginatium und ihre noch nicht veröffentlichten Alterthümer : nebst einem Excurse über Spuren römischer Niederlassungen und Straßen, wie über germanische Alterthümer zwischen Rhein und Maas
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welchem er mehrere Stunden weit auf der Hochebene südwärtsverfolgt werden kann, und welchen der verdiente Altertums-forscher Paulus, Schriften des Würtemb. Alterthums- Vereins1856, IV. S.22, unter den zahlreichen im Volksmunde üblichenBenennungen römischer Strassen anführt, meine Aufmerk-samkeit erregte, so wurde doch diese bei meiner vorjährigenExcursion, welche noch nicht wiederholt werden konnte, durchandere dortige Funde von der Untersuchung jener Strasse,namentlich auch von der ihrer angeblichen Führung aufTüd-deren abgezogen. Die östliche Richtung von Tüdderen biszum Bubenwege in die Gegend von Gangelt, welche hiernachanzunehmen wäre, würde sich zwar durch die Schwierigkeitenerklären lassen, welche theils der directe Uebergang über diesumpfige von zwei Bächen durchflossene Niederung, theils diebergige Beschaffenheit der hierauf von der Strasse zu durch-schneidenden Gegend geboten hätte, indessen muss ich michfür jetzt auf die einfache Erwähnung des Wahrgenommenenbeschränken.

Was meinen vorjährigen Ausflug nach Schinveld veran-lasst hatte, war die Mitthciluug eines meiner früheren Schüler,des Hrn. Herin. Schumacher von hier, welcher dort Theile derGemeindehaide zur Bepflanzung mit Nadelholz gekauft hat,dass eine grosse Anzahl alter Grabhügel und in mehrerengeöffneten je eine dunkelfarbige Urne gefunden worden sei.Mit ihm und einem andern für das Alterthum sich gleichfallsinteressirenden Freunde wurde unter der Führung des orts-kundigen Försters, von Geilenkirchen aus, wo die Eisenbahnzu verlassen ist, statt der weitern Chaussee über Gangelt, dernähere Fussweg über Teveren eingeschlagen, und von da aneine sandige Hochebene durchwandert, deren nur stellenweisedurch Wald oder Anbau unterbrochene Oede, in der meistdicht bevölkerten Gegend, ganz fremd erscheint. Auf einerder weiten Flächen, wo das Auge nur mageres Haidekraut undden weissen Sand der an einzelnen Stellen eröffneten Grubenerblickt, hat man in einer der letzteren, unfern von Teveren,eine mit' Knochen gefüllte germanische Graburne und nebenihr einen schönen broncenen Kelt gefunden, welche mir Hr.Richter Kampmann in Geilenkirchen zeigte. Der Kelt war