66
wahrscheinlich nicht ein-, sondern mehrmaligen Zerstörungdurch die Germanen noch übrig geblieben sein mochte, das"wird den späteren Burgbauten gewichen sein, welche voneinem Rittergeschlechte des Landes und nach diesem von denClevischen Herzögen hier errichtet wurden, aber ebenfallsspurlos verschwunden sind. Für diese bot die obere Flächeneben dem aufgesetzten Kegel einen ebenso hinreichendenRaum, Avie für Unterbringung der römischen Besatzung, welcheich mir wegen des vorher angedeuteten Zweckes nicht sogering vorstelle, als es von Schneider geschieht.
Schneiders sorgfältigen Untersuchungen ist es gelungen,südlich von dem Monterberge und der Heerstrasse undnördlich von dem auch auf den Karten verzeichneten Todten-hügel, auch die Reste eines befestigten Lagers zu entdecken,welches gleich anderen ähnlichen, an verschiedenen römi-schen Heerstrassen noch erhaltenen Lagerstätten, nicht so-wohl zur Aufnahme einer fortdauernden Besatzung, als derauf dem Marsche befindlichen Truppen gedient haben mag.Ueber die in dem umwallten Räume selbst gefundenen Alter-thümer spricht Schneider, a. a. 0. S. 40 u, f., während dievon Janssen, Bonner Vereinsjahrb. IX. S. 39 u. f., unter denFundorten Monterberg und Louisendorf aufgeführten wahr-scheinlich ebenso demselben Bodenstriche entnommen sind.Nach der Aussage der gefälligen Bewohner des Hofes auf demMonterberge selbst, sind von ihnen, mit Ausnahme der nichtmehr vorhandenen Gegenstände, welche ans dem lange ver-schüttet gewesenen, und neuerlich an der Südseite des Kegelswieder entdeckten römischen Brunnen hervorgeholt wurden,alle Funde auf den benachbarten Feldern des Plateaus, wodie Flur der Colonie Neu-Louisendorf angrenzt, gemachtworden. Von diesen sind die meisten in Privat- und öffent-liche Sammlungen, wie in die zu Utrecht, übergegangen.Was noch auf dem Hofe vorhanden war, als ich in diesemSommer den Berg besuchte, bestand in mehreren Thonge-fässen von verschiedener Grösse, Form und Farbe, einemTeller von terra sigillata mit dem Stempel M • PA, vielen,doch meist unleserlich gewordenen Münzen, — eine davonhat Bild und Umschrift des Antoninus und zwei viereckige