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Kloster mit dem ganzen Land das Friedensfest. In der Nacht vom9. auf den 10. Februar 1764 wurden die Klosterbewohner gegen 10Uhr, wo alle im ersten Schlafe lagen, durch den wiederholten Ruf:' Brand! Brand! geweckt. Die Kerzenmacherei, worin 600 PfundWachs aufgestapelt lagen, und das Zimmermannshaus standen involler Flamme und gefährdeten das Klostergebäude. Um 12 Uhrwurde man Herr des Feuers, wobei der 1733 von Pater Prior PetrusVerkuylen gegrabene Fischweiher vortreffliche Dienste leistete.
Seit dem Einmarsch der Franzosen am 21. Oktober 1794 inXanten bemächtigte sich eine bange Sorge der Klosterleute, dennbald nachher bekamen die Bürgermeister des Roer-Departementsdie Weisung, alle in ihren Bezirken gelegene Klöster und geistlichenStifter nebst den Insassen zu verzeichnen und eine genaue Listeüber Güter und Liegenschaften einzureichen. Damit war das Da-mokles Schwert auch über Marienbaum aufgehängt. Am 9. Juni 1802fiel es nieder und am 14. Oktober zogen die Religiösen 21 Chor-schwestern, 10 Laienschwestern, 7 Patres und 6 Laienbrüder aus.Unmittelbar vor dem Suppressionsdekret hatten die Oberen denKanonikus Heinrich Walter Eskes in Rees gebeten, das Gnadenbildin seine Wohnung aufzunehmen und zu behüten. Man hielt es amrechten Rheinufer für gesicherter. Im Gastzimmer des Klosterswurde ihm durch Prior Thaddaeus v. Berck im Beisein der SchwesterMaria Birgitta Stellinckwerf am 8. Juli 1802 das Bild übergeben.Hier verblieb es, bis Marcus Antonius Berdolet, der erste und ein-zige Bischof des neu errichteten Bistums Aachen, den Wunschäußerte, das Bild möchte auf das linke Rheinufer gebracht werden,.damit es innerhalb der Grenzen der französischen Republik sei."Infolgedessen brachte Kanonikus Eskes das Bild, begleitet vondem Reeser Bürger Theodor Mostert, am 15. März 1803 an denExprior zurück, der es tags darauf zu der Äbtissin in Xanten be-sorgte. Diese überreichte es auf Weisung des Bischofs am 15.April im Beisein des Reeser Kanonikus an den Offizial PfarrerMülders in Xanten. Inzwischen gelang es den Bemühungen derGemeinde Marienbaum durch ihren Maire Jordans und den ExpriorThaddaeus bei der französischen Regierung in Aachen.daß die Kloster-kirche zu einer Succursal-Pfarrkirche erhoben und der Priorzum Pfarrer ernannt wurde. Am 10. Mai 1804 wurde dieser in sein,Amt eingeführt uud erhielt am 20. Juli von dem bischöflichen Ge-neral-Vikar Martin Wilhelm Fonck (aus Goch) die Aufforderung,das Bild von Xanten herüberzuholen. Feierlich wurde die Rück-kehr am 29. Juli begangen. Kanonikus Smits von Xanten zelebrierteunter Assistenz von Kanonikus Eskes und Pfarrer v. Berck dasHochamt, worin Pater Augustin Jansen, früher Dominikaner in Cal-car, die Festpredigt hielt. Mit einer Vesper am Nachmittag schloßdie Feier.