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Marienbaum als Wallfahrtsort und ehemaliges Birgittinnen-Doppelkloster
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damit das Kloster für ihre Eltern bete. l ) Der Clevische ErbschenkSweder v. den Boetzelaer, der am 24. August 1487 für 33 rhein.Gulden eine Rente von 2 Gulden aus seinem Hof an der Heide inAppeldorn an das Kloster verkauft hatte, 2 ) schenkte mit seinerGemahlin Hadewich 1505 dem Kloster 50 Malter Weizen für eineSeelenmesse mit Vigilie, Kommendatien und den üblichen Gebetenund eine Rente von l'/a Gulden, die seine Erben dem Konventjährlich verabfolgen solltenzu einer Erquickung und Erinnerungbei der Tafel der Brüder". Die letzte Rente wurde jedoch von denErben nur unregelmäßig hezahlt, bis der Erbschenk und Drost desCleverlands ebenfalls Sweder geheißen, die Rente seines Vatersaus besonderer Zuneigung und Devotion" am 29. Dezember 1540um einen Goldgulden erhöhte und bestimmte, daß die Hälfte davonfür Tischwein der Schwestern verwandt werden sollte. Zur Siche-rung der Rente zahlte er 20 Goldgulden, die an einer halben Hufein Lüttingen angelegt wurden. *)

Eheleute Peter und Geesken v. Hetterscheit bekamen am 23.April 1511 für 250 Hornsche Gulden von Derick v. Bronckhorst-Batenburg, Marschall, Amtmann in Cranenburg und der Düffel, denSegenworp im Rhein an gen Rönne und aus Steppenhof eine Rentevon 15 Gulden, die später ans Kloster kam. 4 )

NachNiederrheinischer Geschichtsfreund" 1880 S. 53 waren inMarienbaum noch folgende Jahresgedächtnisse gestiftet, die hiereine Stelle finden mögen. Die von Emericus Hesius in seinerHandschrift erwähnten Memorienbüchersind nicht mehr vorhanden.

Clara von Zühnhart zu Moylant, Witwe von Joh. von Gymnich,begehrte in ihrem eigenhändigen Testament von Samstagnach Antonius 1512, im Chor der Kirche begraben zu werdenund bestimmte 100 Hornsche Gulden für ein Jahrgedächtnis(Fürstl. Salm-Salmsches Archiv in Anholt).

Otto v. Büren, gest. 10. August 1518. Dieser Otto, Sohn vonWolter und Jutta v. Till, heiratete Helene v. Cleve, natür-liche Tochter von Herzog Johann II. und wurde 1499 mit derBurg zu Grieth belehnt. Eine Tochter beider namens Juttaheiratete Nicolaus Tengnagel, der ebenfalls ein Gedächtnis inMarienbaum hatte, fernerauch Elisabeth und Helene v. Büren,wohl Töchter von Otto. 5 )

') Copialbuch f. 151 a .

2 ) Nicht Assuerus v. den Böckeier, wie es im Niederrh. Geschichtsfreund 1880,S. 53 heisst.

») Copialbuch f. 263 2 ff.

*) Ebendas. Nr. 265. Vergl. Schölten, Urkundl. über das Haus Roen in Düssel-dorfer Gesch. Verein, Jahrb. 13. 1898.

5 ) Schölten, Beitr. z. Gesch. von WisselGrieth. Cleye 1890. S. 136, 173.