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Marienbaum als Wallfahrtsort und ehemaliges Birgittinnen-Doppelkloster
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nach Liffland wollte, um dort sein Glück zu versuchen. Auch vonden Geschwistern der Margaretha waren zwei ins Ausland gegangenund verschollen. Das Kloster, das 1513, nachdem die Reeser Bür-gerin Grietgen, Witwe von Clais v. Dorsten, und deren Sohn Jacobfür 150 Rhein. Gulden allen ihren Ansprüchen an Averstege entsagthatten, die Klosterjungfer Eisken Nyenhuyß hatte behandigenlassen, bekam infolge dessen viele Schwierigkeiten, die die ÄbtissinBirgitta v. Hoen am 5. März 1546 glücklich beseitigte. *)

Von dem guten Geist im Kloster und' dem Vertrauen, das manauf das verdienstreiche Leben in demselben setzte, zeugen auchdie vielen Gebetsempfehlungen u. Gedächtnisse, die dahin gemachtwurden. So vermachten die Brüder Priester Bernhard Bolant undJohann und Tews am 9. Juli 1488 infolge letztwilliger Verfügungihres Vaters Bernard den Viaskamp beim Mühlenbaum in Menzelenund einebaent" bei Egelsvoirt zu einem ewigen Gedächtnis fürihr ganzes Geschlecht. Beide Objekte rührten her von Johann v.Dienen und dessen Schwester Elisabeth, Witwe v. Derick v. Hack-steyn. Jakob v. Hacksteyn aus Cöln hatte sie 1387 an Johann undDiedrich, Kinder von seinem Bruder Diedrich, gegeben und vonHeinrich Hacksteyn, Sohn von Heinrich, 1360 bekommen. 2 ) PfarrerOtto Scherre aus Till gab 1494 einen Kamp bei der Kirchezu Marienbaum an der zum Wald führenden Straße, worausein Erbzins von 7« Malter Roggen und V» Pfund Wachs in dieSchlüterei Uedem floß, zu einer Memorie für sich, seinen Bruderund seine Schwester Nesken. 8 ) In demselben Jahr gab Mechteldv. Baerle eine Erbrente von 4 Gulden aus Land vor Sonsbeck beider Bernadus (?) Kapelle und aus 11 Goldgulden Armenfonds derStadt Sonsbeck. *) Eben dieselbe überwies dem Klosterbruder Ro-loffs einen Erbzins von 1'/» rhein. Gulden aus einem Haus in derKetelstraße zu Calcar. *) 1501 vermachte Hilken, Witwe von Derickv. Goyck, durch den Vicepfarrer Wilhelm von Lull in Vynen eineRente aus ihrem Haus,) 1503 Adelheid v. Lorewardt .die kleineBeeth" in der Oyen bei Calcar, ') 1511 Marie von Cleve, natürlicheTochter Herzogs Johanns II. von Cleve, als Witwe von Johann v.der Horst eine Rente von 5 Goldgulden, die sie von der StadtCleve zu fordern hatte, ') für Wein an den vier Hochzeiten. 1505gab Alyt, Witwe von Hermann Pricken, eine Rente von 2 MalterGerste, die von ihrem Großvater Heinrich v. Bemmel herrührte,

') Copialbuch f. 207-215.

>) Ebenda«, f. 198 ff.

) Ebendas. f. 32.

*) Ebendas. f. 145. Soll wohl Heribernu« Kapelle heissen.

») Ebendas. f. 104.

) Ebenda«, f. 41.

') Ebenda«, f. 84.

) Ebenda«, f. 115, 116. VergL Schölten, die Sladt Cleve 1879, 407.