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Marienbaum als Wallfahrtsort und ehemaliges Birgittinnen-Doppelkloster
Entstehung
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im Gericht Gennep, in Bislich, im Gericht Winnenthal, in Labbecker-bruch. Von diesen Erwerbungen seien nur diejenigen hervorge-hoben, die ein weiteres Interesse beanspruchen, u. zwar zunächst dieErwerbung des Damschen- oder Mühlenfeldschen Zehnten im Ge-richt Altcalcar. Mit ihm hat es folgende Bewandtnis. Im Jahre1337 waren Heinrich Rumblian v. Vosshem und seine GemahlinChristine v. Bisterfeld mit Lehnsgütern in Kehrum bei Monterberg,woran das Patronat über die Kirche in Calcar verknüpft war, be-lehnt. ') 1398 hatte seine zweite Gemahlin Agnes v. Oytkenbachals Witwe unter der Assistenz ihrer Söhne Heinrich, GerlochJohann und Sander v. Vosshem Land auf dem Dam an den Bürger-meister Amt Snoek für die Stadt Calcar aufgetragen. Von diesenSöhnen war Gerloch von Herzog Adolph mit dem Zehnten auf demDam und einigen Immobilien bei der fürstlichen Behausung inCalcar belehnt. Nach seinem Tode teilten sich die SchwiegersöhneHeinrich v. Kendenich, der Gerlochs älteste Tochter und Friedrichv. Pelden genannt Cloit, der die Katharina zur Frau hatte, in denZehnten und baten den Herzog um die Belehnung, die ihnen am 5.November 1455 in Gegenwart der Lehnsmannen Ritter Johann v.Alpen und Lambert Paip erteilt wurde. Die Hälfte, die Heinrichbesaß, kaufte der Herzog zurück, während Friedrich v. Pelden undsein Sohn Gerloch durch Brandschaden reduziert, die Erlaubnisnachsuchten, ihre Hälfte an Marienbaum zu verkaufen, wozu sie inGegenwart der Lehnsmannen Hofmeister Johann v. Loö und Mar-schall Otto v. Wylack berechtigt wurden. Friedrich quittierte derÄbtissin Huberta v. Lyshout und Bruder Berthold v. Delft die letzteQuote am 24. Mai 1473 unter dem Mitsiegel von seinem VetterDerick v. Pelden gen. Cloit. 2 ) Zur Vermeidung von Zwistigkeitenwurde der Gesamtzehnte in zwei Teile geteilt und darüber dasLoos geworfen. Dem Kloster fiel der obere Teil zu an der Straßevon Calcar nach Altcalcar neben dem Kirchhof her zur Viehstegeund zum Wildenberg, zwischen dem Wald undder beke, die un-der Monrebergh her tot Kalker toegeyt, geheiten die Monne." Her-zog Johann versprach, das Kloster im Besitz des Zehnten zuschützen, und übernahm eine Rente von 45 rhein. Gulden, die derCalcarer Bürger Heinrich v. Vürden aus dem Gesamtzehnten bezog,am 19. August 1471 auf seinen Anteil. *)

In Uedemerfeld erwarb der Laienbruder Jan Jacobs am 1. Febr.1464 für das Kloster den Willigenhof nebst Bruchland und dasVorbruch, ein Leibgewinnsgut vom Xantener Stift, das in den Sadel-hof Papenhoven zu Hönnepel gehörte. *)

>) Schölten, die Stadt Cleve, Cleve 1879, S. 162, 163.

') Origic. Urk. im Pfarrarchiv zu Marienbaum und Copialbuch f. 8790.8 ) Aus dem f'ürsil. Anteil machte nach dem Legerboek Conrad v. Hertzbacb seineStiftung für Studierende.

) Copialbuch f. 125, 126.