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Marienbaum als Wallfahrtsort und ehemaliges Birgittinnen-Doppelkloster
Entstehung
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Stirne, Wange und Brust bedeckte und darüber einen schwarzenSchleier mit einer Krone aus weißen linnenen Streifen auf demScheitel, die durch fünf aufgenähte rote wollene Läppchen an diefünf Wunden des Herrn erinnern sollten, die Priester auf der Brustein Kreuz von roter Wolle mit einem weiß-wollenen Kreis (Hostie)in der Mitte, die Diakonen einen weißen Kreis mit 4 roten Läppchenund die Laienbrüder ein weißes Kreuz mit fünf solcher Läppchen,alle die Tonsur. ')

Die Herzogin Mutter Maria von Burgund ließ die ihr in Koude-water zugesagten Schwestern mit ihren Wagen holen und am Jako-bustag (25. Juli) 1461 in Gegenwart ihrer und der fürstlichen Rätesowie der Schöffen von Vynen feierlich in Marienbaum einführen.Tags nachher, am Fest der Mutter Anna sang man in der Kloster-kirche die erste hl. Messe unserer lieben Frau. Nach der Kloster-chronik kamen von Koudewater fünf Chorschwestern: ElisabethBaex als Vorsteherin, Huberta v. Lyshout als Priorin, Elisabeth v.der A, Elisabeth v. Esche u. Mechtild Baeteson, 2 Laienschwestern:Eva und Cornelia v. Oirschof und die beiden Priester: Johannes v.Tienen und Johannes Driescher. 2 ) Einige Religiösen scheinen be-reits etwas früher ins Kloster nach Marienbaum gekommen zu sein,wahrscheinlich, um alles für die Ankunft der übrigen vorzubereiten.Mindestens bekundet Herzog Johann am 31. Mai, daß er das Klosterbeschützen wollemyt alle religiösen personen, bruderen ind suste-ren, die dair op datum dyss briefs tegenwordelicks syn ind die dairnaemaels in denselven cloister ontfangen ind beslaiten sullen wor-den." Von den beiden Priestern kehrten v. Tienen alsbald, von denSchwestern Elisabeth Baex 1462 nach Koudewater zurück. Manbedurfte ihrer dort, weil neue Klöster angenommen waren und Re-ligiösen mangelten. Anstatt v. Tienen ließ die Stifterin aus dem ur-sprünglichen Prämonstratenserinnen-Kloster Kottenforst bei Godes-berg, das Erzbischof Diedrich v. Moers am 12. Juni 1450 unter demNamen Marienforst dem Birgittinerinnen-Orden überwiesen hatte,den Berthold v. Delft kommen. 3 ) Er und Elisabeth Baex erhielten

') Vergl. Kurze Geschichte des KI. Maria-Altomünster. München bei Weiss. S. 79 ff~und Annalen des hist. Ver. 32, 76 ff.

a ) Holstein pag. 38 2 .

3 ) Annalen d. hist. Ver. 32, 80 ff. Nach P. Holstein msc pag. 32= u. ff. hatten dieOffenbarungen der hl. Birgitta, wovon ein Exemplar in der Domkirche aufbe-wahrt wurde, den von ihr gestifteten Orden in Cöln beim Domkapitel sehr be-liebt gemacht. Erzbischof Dietrich sandte deshalb einen Boten nach demKloster Marienwater, ob man ihm nicht einige Brüder und Schwestern ab-stehen wollte, um diesen das Kloster bei Bonn zu überweisen. Mit grosserFreude ging Marienwater darauf ein und schickte Sibylla Beuers als mater,.Cath. de Boxtel als Priorin, Cath. Oevers, eine Schwester der Vorsteherin inAachen (Mariae-Aquensis) und Elisabeth Theoderici und als confessor generalisJacobus Ropperstrop von Mariakron bei Stralsund. Ganz Cöln habe bei derenAnkunft gejubelt. Der Erzbischof Hess sie mit seinem Wagen nach Bonn brin-gen und führte sie am 15. Juli 1450 (festo die divisionis apostolorum) in Marien-forst ein.