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Die Strassburger Tucher- und Weberzunft : Urkunden und Darstellung ; nebst Regesten und Glossar ; ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Weberei und des deutschen Gewerberechts vom XIII. - XVII. Jahrhundert
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ihrer handlung grosser eingriff gethan werde und ein jeder, er möge die handlungerlernt haben oder nicht, nach eigenem belieben den tuchhändel zu treiben sich unter-stehen, so gar dass man auch an zweyen orten feil habe, in camern die waren aus-messe und damit in der stat liausiren lasse, erkant, dass in's künftige keiner bey zehenpfund pfenning straf den tuchhändel alhier zu treiben macht haben solle, er habe dannzuvordrist genugsam beschienen, dass er selbigen oder zum wenigsten eine anderehandlung ordnungsmässig erlernt und seine lehrjahr gebührend ausgestanden habe; wasim übrigen das faylhaben an zweyen orten, das ausmessen in cammeren und hausirenbetrifft, weilen solche missbräuch ohnedem wieder Ordnung laufen und E. E. zunft-gericht zum spiegel solche zu ruegen hat, als wird erstgedachtem E. zunftgericht aufdie Ordnung zu halten, besagte missbräuch zu hemmen und diejenige, so dergleichenthun und betreten werden solten, geziemend abzustrafen hiemit recomendirt und anbe-fohlen, decretum den 3. april 1699.

2) Aeltere Oberehnheimer Urkunden.

206. Die Weber zu Oberehnlieim erlassen mit Zustimmung des Ratheseinige Artikel über Länge und Breite der Tücher. Webelohn und Lehr-lingswesen. 1391.

Oberehnh. St. A. Perg. Urh ohne Siegel.

Wir die meistere alle wöber antwerkes zu Obernehenheim tunt kunt allen den,die diesen brief jemer angesehent oder gehörent lesen und verichent, daz wir bie ein-ander gewesen sint und für uns genomen und betrachtet hant solichen gebresten, der denluten arm und rieh nit wol füglich und schedelich ist, wie wol es villichte unsere antwerekesunser und der unsern nutz wer, so wellent wir sin doch gerne enbern durch der ge-rechtekeit und umb eins gemeinen nutzes willen, denne wir erkennet uns wol, wo wirunsern nutz har inne also vaste meindent, daz daz nit götlich noch gereht wer, wie woles untzemal in der weit gemein und gewönlich ist, daz jederman sin selbes nutz meinet,dar uff so sint wir ubereinkomen der stücke ordenunge und setze, so hienach an disembriefe geschrieben stant.

1. Dez ersten alse underwilent von den lute vil klagede geschiht, daz die wullintücher zu smal sigent, do ist zu wissend, waz wullins düches under unserm antwerkezu Ehenheim gemacht wurt, daz sol eins vierdenteils minner denno driger elen breit sinuffe dem stül, und wene es gewalket wurt, so sol ez glich zweiger elen breit sin, undsollent unser herren meister und rate, die ez denne zu ziten sint, zwene geswornenuszer unserm antwerke darüber setzen, oder sönt wir aber selber zwene geswornenunter uns darüber setzen, ob dieselben unser herren ez uns befelhent ze tünde. undsöllent ouch die zwene sweren gestabete eyde an den heiigen nieman zeliebe noch zeleidedaz zu begehende, wenne oder wie dicke sü wellent und sü truwent daz ez notdürftig si.

2. Und daz sü also büszwürdig findent, daz sont sü zu stunt bi iren gesworneneyden eim stettemeister verkünden und hinder wellem under uns uff dem stul ein fcuehalso funden wirde daz er ge . . . . ht und nit sollich reht breite hette, alse vor stat, der