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2 (1882) Glossen zu nichtbiblischen Schriften
Entstehung
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VORWORT.

Später als ich in der einleitung zum ersten bände der AM. gll. glaubte zu-sichern zu können erscheint dieser zweite, die Ursache der Verzögerung ist einedoppelte, einerseits beanspruchte der druck längere zeit, weil der band, wenn auchan Seitenzahl hinter dem ersten zurückstehend, doch in folge des umstandes, dass vonvorne herein sparsamer zweispaltiger satz zur Verwendung gelangte, seinen Vor-gänger an masse des mitgeteilten Materials übertrifft, andererseits erwiesen sich dieSchwierigkeiten der Bearbeitung viel bedeutender als ich geahnt hatte, ihrer herr zuwerden war ich nach kräften bemüht, leider häufig ohne erfolg, die schuld daranträgt wesentlich der arg verwahrloste zustand, in welchem auf dem gebiete der pa-tristischen litteralur ein grofser teil der vorhandenen ausgaben sich befindet, sowiedie, wenigstens für meine zwecke, mangelhaften und unvollständigen Varianten-apparate, mit welchen auch die besten unter den neueren editionen ausgestattet sind.manches stück, namentlich aus der predigt- und legendenlitteratur, wurde bisher nurfragmentarisch oder gar nicht gedruckt; einen zuverlässigen führer in dem gewirrdivergierender Überlieferung, wie ich in Maafsens vortrefflichem werke ihn für daskanonische recht fand, muste ich anderwärts entbehren, nicht besser steht es mitden lexicalischen Hilfsmitteln im bereiche des kirchlichen lateins. unter diesen um-ständen ist es meist nur einem günstigen zu fall zu danken, wenn es gelingt, ein-zelne oder gesammelte, aber ohne Bezeichnung der provenienz überlieferte glossenauf ihre quelle zurückzuführen: in ihrer mehrheit treffen ja die deutschen Über-setzungen nicht gerade sehr prägnante lateinische phrasen, sondern solche, die hun-derte von malen begegnen oder begegnen können, und es bedarf schon genauerkenntnis des Wortschatzes und widerholter leetüre eines denkmals, um ihm einnamenloses und dann noch gar alphabetisch umgeordnetes vocabular zu vindicieren.wenn daher auf dem titel dieses bandes angegeben steht, dass derselbe die glossenzu nichtbiblischen Schriften enthalte, so muss einschränkend bemerkt werden, dassin einer, wenn auch kleinen, anzahl von fällen die ermütelung der glossiertenschrift, allen anstrengungen zum trotze, nicht glückte: man wird diese reste imnächsten bände unter der Überschrift Adespota vereinigt finden, vielleicht weifs dannhier oder da ein anderer rat.

Sonst hoffe ich nichts in diesen band gehöriges übersehen zu haben, die gll.zu Macer Floridus verspürte ich ihres Zusammenhanges mit anderen botanischenglossaren wegen für den dritten teil; aus ähnlichem gründe fiel vorläufig einigesfort, das zu Isidors Etymologien beziehungen hat. zu jung und nach dem planedes ganzen Unternehmens dadurch von der aufnähme ausgeschlossen waren die gll.zur Psychomachie des Prudentius, welche aus einer Admonter hs. EHoffmann Altd.