VI. KAPITEL
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VI. KAPITEL.
1 "Wenn Perrens, Hist. de Flor., T. II, 67, von einem Hasse Savonarolasgegen Lorenzo spricht, so scheint er zwischen Person und Sache nichtunterscheiden zu können; und gar die Ursache, auf die er diesen Haßzurückführt, ist lächerlich (Perrens-Schröder, Hier. Sav., 86). — 2 Vgl.seine Urteile über Cosimo und Lorenzo in der Stör. Fiorent, L. L, c. 9,S. 82 ff. — 3 Ricordi storici, ed. Aiazzii S. CXLVI, bezeichnet er denMa-gniflco sogar als „maligno", „perniziosissimo e crudelissimo tiranno". —4 Für ihn ist die ganze Mediceerzeit eine fortgesetzte Tyrannei, vgl. z. B.sein Sonett, S. 11; und so äußerte er sich auch sonst häufig. — 5 Storie,Delizie, XXI, 1 ff., 55, 65. — 6 De regimine principium, L. I, c. 1. — 7 Savo-narolas Auffassung von der „Tyrannei" wird uns später näher beschäf-tigen. Daß aber Lorenzos Herrschaft, unter dem von Savonarola aufge-stellten, auch von den Zeitgenossen geteilten Gesichtspunkte beurteilt,eine tyrannische war, konnte nicht zweifelhaft sein; es lag ja doch aufder Hand, daß sie viel mehr dem Vorteile der Medici und ihrer Freundeals dem Wohle der Gesamtheit diente. — 8 Er sagte später selbst, Lorenzosei ein „savio huomo" gewesen. Ex XIX, 113b. — 9 Cerretani, 80, kenn-zeichnet die Lage sicher mit der Bemerkung ganz richtig, der Mönchhabe dem Staatsmann sehr viele gute Ratschläge und Mahnungen erteilt,dieser habe sich aber über sie lustig gemacht. — 10 S. o. den Brief anDominikus v. Pescia; R II, 51. — 11 Am XLVI, 237a. — 12 Ex XV, 90b. _
13 Die Skizze dieser Predigt vom 6. Apr. 1491 b. Villari, I, Doc. VIII. —
14 Eingang dieser Skizze. — 15 Vgl. Villari, I, Doc. VIII, S. XXXIII f. —16 Chronik von S. Marco. — 17 So Burlamacchi, 20 ff.; nach ihm Reumont,
Lorenzo de' Medici, II, 395 ff. Die Erzählung klingt aber sehr u nwahr - cM v-W"^ i-htscheinlich, da nicht einzusehen ist, warum der neue Prior den großenStaatsmann ohne Grund hätte vor den Kopf stoßen und hierdurch seineeigene Wirksamkeit von Anfang an erschweren sollen. Sie ist wohl nurder Ausfluß des Bestrebens, das später hervortrat, die grundsätzlicheGegnerschaft des Frate zur persönlichen aufzubauschen. — 18 Vgl. Reu-mont, a. a. O., 386. Auf keinen Fall sind jedoch die Verse in PoliziansProlog zu den im Mai 1488 aufgeführten Menächmen des Plautus mitSavonarola in Zusammenhang zu bringen, der damals nicht in Florenzwar. Dagegen predigte 1488 während der Fasten Bernhardin v. Feltre,der ja damals auch ausgewiesen wurde. — 19 Guicciardini, Stör. Fior.123, vermutet, Lorenzo habe den Mönch geschont, teils, weil er sich nichtunmittelbar betroffen fühlte, teils, weil er sich nicht wieder, wie kurzzuvor bei der Vertreibung Bernhardins v. Feltre, den Unmut des Volkeszuziehen wollte, und wohl auch, weil er dem Manne seine unwillkürlicheVerehrung nicht versagen konnte. — 20 So wieder Burlamacchi a. a. O.— 21 Prediger und Ordensleute mit Geschenken bestechen zu wollen,brandmarkte Savonarola in seiner Schrift „Del reggimento", tratt. II, c. 3,als verwerflichen Tyrannenkniff. — 22 Dominikus Benivieni, wie dieserselbst in seinem Tract., c. X, und sein Bruder Hieronymus Benivieni im