PAZIFIKUS BURLAMACCHI
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Sizilien (1499), Bartholomäus von Faenza (1501, 1507, 1515,1519) und später Zacharias von Lunigiana (1528), allerdings auchsein Gegner Malatesta Sacramoro (1505). Seit dem 13. Jahrhundert hegten die Burlamacchi eine besondere Vorliebs»für die Predigerbrüder; nicht wenige von ihnen traten hier ein, und auch dieweiblichen Mitglieder des Hauses erbaten, wenn sie der Welt zuentsagen wünschten, bei den Töchtern des heiligen Dominikus inLucca oder in Pisa den Schleier. Ein Peter Burlamacchi war mitAngela Bernardini vermählt, die ihrem Gatten zehn Kinderschenkte, aber 1474 mit vier Töchtern der Pest erlag. Auch inihrem Hause war die Liebe zum Dominikanerorden gleichsam erb-lich 2 ; ihm entstammte jener Bruder Paulin Bernardini, der sichdurch seine Heiligkeit ebenso wie durch seine Gelehrsamkeit aus-zeichnete und unter Paul IV. die scheinbar hoffnungslose Sachedes Frate mannhaft und siegreich verteidigte. Aus der Ehe Petersmit Angela wurde um 1465 ein Sohn Philipp geboren, der sichdem väterlichen Kaufmannsberufe widmete und schon früh nachFlorenz begab, um hier seinen Handelsgeschäften zu obliegen. Eswaren die Jahre des Frate, die den von Haus aus frommen undtief religiös veranlagten Lucchesen vollständig in ihren Bann zo-gen. Der Sturz des Propheten und die rohe Verfolgung, die mitihm über die Piagnonen hereinbrach, focht den jungen Mann sowenig an, daß er im März 1499 an die Pforte von S. Bomanpochte und Aufnahme begehrte. Hatte er schon bisher in der Welteinen löblichen Wandel geführt und sich besonders durch Pflegeder christlichen Nächstenliebe allgemeine Beliebtheit erworben*,so verdoppelte er nunmehr im Kloster, wo er seinen TaufnamenPhilipp mit dem Ordensnamen Pazifikus vertauschte, seinen hei-ligen Eifer; bis an sein Lebensende bewährte er sich in Wortund Tat als begeisterter Anwalt der strengen Observanz im SinneSavonarolas und der ursprünglichen Regel 4 . Nach Vollendungder herkömmlichen Studien zum Priester geweiht, war er von1508—1510 Prior des Klosters zur Eiche bei Viterbo. Den Restseines Lebens brachte er wieder in S. Roman zu, wo er das Amteines Subpriors bekleidete; zugleich war er von 1512—1518 alsBeichtvater der Nonnen von S. Dominikus tätig 5 . Er starb am13. Februar 1519 im Rufe eines Wundertäters und Heiligen, nach-her mit dem Ruhmestitel eines „ehrwürdigen" („venerabilis") Die-ners Gottes geschmückt 6 . Eine Nichte, die mit zwölf Jahren den