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STELLUNG ZUR KUNST UND DEN KÜNSTLERN
bezeichnendste unter allen stellt ihn auf der Vorderseite als Brust-bild dar, den Kopf nach links, dem Kreuz zugekehrt, das er mitbeiden Händen fest umklammert hält; das ganze Gesicht atmettiefste Sammlung und Andacht, die von starken Falten durch-furchten Wangen zeugen von Abtötung und Selbstverleugnung.Die Rundschrift lautet: Hieronymus. Sav. Fer. ord. Pre. vir.doctissimus. Die Rückseite wird durch eine Senkrechte in zweiFelder geteilt; links oben schwebt eine Taube, rechts zückt einArm ein Schwert mit der Spitze nach unten über die Stadt Rom.Die Inschrift besagt hier: Gladius . Domini . sup . tera . cito . et .velociter; auf der Seite der Taube: Spiritus . Dni . terra . copios .et . habudat. Auf Della Robbia geht auch eine etw T as kleinereBronzemünze zurück, die vorn sein Brustbild, das Haupt bis aufden Haarbüschel über der Stirne in die Kapuze gehüllt und nachlinks gewendet und die Inschrift: Hieronymus . Sav . Fer . vir .doctiss . ordinis . Praedicharum., rückwärts wieder die Hand mitdem Schwerte über Rom und die Worte: Gladius . Domini .sup . teram . cito . et . velociter. trägt 60 . Dagegen zeigt die vonGiovanni delle Corniole geschnittene Münze nur eine Seite undstellt den Frate zwar ebenfalls in Seitenansicht nach links dar, aberso, daß der Kopf vollständig von der Kapuze bedeckt und vomHaar nichts sichtbar ist; die Züge sind hier ernster und strenger,die verkörperte Willenskraft. Die Umschrift lautet: Hieronymus .Savonarola . ordinis . Praedicat 61 .
Mit dieser Darstellung berührt sich das Ölgemälde, das voneinem Künstler geschaffen wurde, der zu den größten Meisternseiner Zeit und zu den treuesten Frateschen zählte, von Bartolomeodella Porta 62 (1472—1517). Von Anfang an war er den Predigtendes Propheten mit solchem Eifer gefolgt, daß er sich von ihmschier nicht mehr zu trennen vermochte und gern in S. Marco auf-hielt. Wie andere Künstler steuerte er zu den Verbrennungen derEitelkeiten nackte Entwürfe bei, ohne sich jedoch vollständig zuberauben; es kamen daher noch manche seiner Jugendzeit ange-hörige Zeichnungen auf uns 63 . Vom traurigen Geschicke des Frateaufs tiefste erschüttert, beschloß er, seiner Kunst fortan gänzlichzu entsagen, und legte am 26. Juli 1500 zu Prato das Ordenskleiddes heiligen Dominikus an. Nach Ablegung der Gelübde im fol-genden Jahre ins Kloster S. Marco versetzt, griff er hier auf Zu-reden seiner Mitbrüder, besonders seines Freundes und Obern