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127nahm. Durch Testament des Aachener Canonikus WernerUlrich von Nickel von 1700 und eine am 21. August 1709von dessen Schwester und Erbin Catharina de Nickel Ehe-frau Pangh als ernannter Collatorin errichtete Funda-tionsurkunde wurde ein benef. simplex ad aram Si. Jo-annis Bapt. gegründet, mit der Verpflichtung zu 3 wö-chentlichen Messen, das mit vielen Kapitalien und demHof Schnorrenberg in der Herrschaft Drove ausgestattetwar. 1820 betrugen die Einkünfte 24 Mltr. Hafer, 8Mltr. Roggen altes Dürener Maß, 6 R.=Thlr. Clev. Pachtvon den Ländereien, 19 R.=Thlr. 45 Stüber Zinsen vonKapitalien, 4 R.=Thlr. 50 St. für 5 Schoppen Messen-wein von der Nidegger Kirchenfabrik; die Leistungen waren192 Messen, 45 Stüber wegen Nickels Anniversar, 18 St.für die Armen und 1 R.=Thlr. für den Küster.Franz Arnold Hall Vikar zu Harff stiftete 1704 eineFrühmesse („sacrum matutinale“) für Sonn= und Fest-tage, Dienstag, Donnerstag Freitag und Samstag am Ma-rienaltare, dessen Patron der Rath war. Ersten An pruchdarauf hatten des Stifters Verwandte, dann die Bürgervon Nideggen, hierauf die Eingesessenen der Pfarre Bergbei Nideggen. Es sollte nicht mit der Pastorat oder an-deren Benifizien verbunden werden und der Benefiziat inNideggen residiren. 1717 war Primissar Tilmann PeterHall, auch 1816 war noch ein besonderer Primissar vor-handen.Ein viertes Benefizium war das des DreikönigenaltarsDie ursprüngliche Stiftung geschah 1712 durch JohannTilmann Pangh, Rektor zu Limmiers, der 100 R.=Thlr.für sein feierliches Anniversarium und eine Requiemmesseauf die Quatertemperdonnerstage, sowie für eine monatlicheLesemesse zum Heile der von den Türken gefangenen Chris-ten vermachte. Sie sollten am Dreikönigenaltar vom Pas-tor, wenn die Bestallung für einen besonderen Geistlichenvervollständigt werde, von diesem gehalten werden. (Vondemselben Pangh rührt die Stiftung des donnerstägigenAbendsegens mit 150 R.=Thlr. her). Da diese Benefizienmit Ausnahme der Frühmeßstiftung für den Unterhalt ei-nes besonderen Geistlichen nicht ausreichend waren, so ließ