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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
Seite
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jährlreilir. 6Obersign181.sheimPastortorBruapt

125Stadtarchiv vor. 1360 gab es außerdem noch eine Bru-derschaft des h. Kreuzes. Ueber die St. Sebastianus=Bru-derschaft, die, wie es scheint, in der ersten Hälfte des 15Jahrhunderts gegründet wurde, handeln wir in einem be-sonderen Abschnitte. Nach ihr war eine der vorzüglichstenBruderschaften die des h. Mathias. Nachdem sie im dreißigjährigen Kriege gleich den meisten katholischen Institu-tionen untergegangen war, wurde sie 1681 erneuert und1685 den 8. Juni durch den Abt Cyrillus des Benedictiner Klosters von Trier in die dort bestehende große Bru-derschaft als Filiale aufgenommen. Sie zählte sehr vieleMitglieder bis nach Hürtgen, Vossenack, Wollseiffen, Gres-senich u. s. w. Der Pastor war Präses; die Mitgliederwählten den Präfecten, Subpräfecten und mehrere Assistenten. Sie erhielten viele Schenkungen und Legate underrichteten am 14. Mai 1692 den Mathiasaltar in derPfarrkirche. Jährlichs unternahm sie vom Dienstag vorPfingsten bis Pfingstdienstag eine Processton nach dem St.Mathiaskloster bei Trier. Da 1765 die über Nacht aus-bleibenden Processionen durch die geistliche Obrigkeit abge-schafft wurden, setzte man an deren Stelle 4 vom Dienstagbis Freitag vor Pfingsten abzuhaltende Messen für die le-benden und verstorbenen Mitglieder mit Aussetzung deshochw. Gutes und eine auf Pfingstdienstag vor dem Hoch-amt ausgehende sakramentale Procession durch die Stadt.Die Wallfahrt nach Trier hörte dennoch nicht auf, sondernwurde wenigstens truppenweise fortgesetzt. 1778 den 29.Januar erhielt Pastor Vaeßen von Papst Pius VI. einePartikel der Gebeine des h. Mathias und einen Ablaß von7 Jahren für die Septene nach Ostern und 8 Tage nachher.Seit sehr alter Zeit bestand in der Pfarrkirche ein St.Catharinenaltar, der jedenfalls mit der Cathol. Bruder-ſchaft!) in Verbindung ſtand. Nachdem ſeine Einkünfte inden Religionskriegen des 17. Jahrhunderts verloren gegan-1) Von dem Altar der St. Katharinen=Bruderschaft zeugt eine imRathhausarchive befindliche Urkunde, wonach anno 1343 ein Cornadusde berestine (Bergstein) und seine Hausfrau der fraternitas beataeKatharinae virginis zu Nideggen eine Mark Köln. Denare erblich inerastino beati Remigii confessoris verkauft.