114und Kaplänen, die den Gottesdienst in den Conventualkirchen besorgten. 3.) dienenden Brüdern, die nicht von Adelwaren, die Kranken pflegten, den untern Kirchendienst ver-sahen, im Kampf als Waffenknechte und Reisige den Rittern folgten und das Fußvolk bildeten. Die Ordenshäu-ser bestanden gewöhnlich aus einigen Rittern zum Schutzeeinem Priester zur Verrichtung des Gottesdienstes und ei-nem Bruder zur Verwaltung der Güter eines bestimmtenzugewiesenen Bezirkes; welcher letztere dem bestellten Einnehmer des Ordens eine bestimmte Summe jährlichs zahltwährend das übrige für die Bedürfnisse der Commendeund zur Unterstützung der Ortsarmen diente; diese alle zusammen bildeten eine Gemeinschaft, deren Vorsteher Com-mendeur oder Comthur genannt wurde. Noch bis zumEnde des fünfzehnten Jahrhunderts wohnten in Nideggedie Commenthure des Ordens und ein altes MitgliederVerzeichniß der dortigen Sebastianus=Bruderschaft nennals solche um die Mitte und in der letzten Hälfte desfünfzehnten Jahrhunderts her Roelant Valkenstein (vordem ein Thurm im Garten der Comthurei, der Bollwerkthurm, Bollwerk Falkenstein benannt wird), her Heynrichvan Nuyse u. Bruder Johann v. Roede. Später war Nideggerkeine selbstständige Comthurei mehr, sondern wurde, wohlaus Mangel an Ordensmitgliedern mit andern Häuserverbunden, so 1602 mit den Comthureien zu St. Johannes Baptist in Aachen und zu Mecheln (einem drei Sturden von Aachen gelegenen Dorf), und nachher mit AachenMecheln, Worms. Dagegen soll die früher auch selbststän-dige Commende von Velden bei Düren im vorigen Jahrhundert ihr einverleibt gewesen sein.Die Comthurei der Johanniter befand sich an deStelle der jetzigen Pfarrwohnung, wo sie von den Grafeneinen großen Garten erhalten hatten, der sich an der gan-zen, nach der Flachseite des damaligen Städtchens hinerrichteten, mit Thürmen geschützten Mauern hinzog, zudessen Bewachung und Vertheidigung sie wahrscheinlich gutDienste leisteten. Ihr Haus war mit Gräben und Erdehöhungen umgeben, die noch dessen Umfang anzeigen. Hatten sie nun früher auch die Pfarrerstelle persönlich versehen
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