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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
Seite
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51fen Oberstlieutn. von Elteren nebst einer Comp. Dragoneran; die Offiziere erhielten Obdach und Stallung, die Ge-meinen außerdem Licht und Feuerung und die Reiter biszum Corporal incl. je drei zwölfpfündige Bauschen Strohwöchentlich; übrigens sollte Alles bezahlt werden. DieBürger klagen, daß die Soldaten diese Verordnung miß-brauchend, sich Feuer und Licht die ganze Nacht hindurchgeben ließen und auch die Offiziere solches verlangten. StattAbhülfe zu gewähren, befahl der Commandant nur, daßjeder Bürger der Feuersgefahr wegen eine Tonne Wasserim Hause bereit halten müßte. Die Bürger mußten auchtrotz der überaus starken Garnison vier Mitwächter an dieThore stellen, wofür ihnen aus besonderer Gnade und Er-kenntlichkeit die Nachtswacht abgenommen wurde. ImDez. wechselten die Dragoner, während die Infanterieblieb, mit einer Comp. vom Leibreg. zu Pferd. Im Jan.1693 kam eine Comp. Dragoner vom Reg. des Grafenvon Vehlen hinzu. Eine churf. Verordnung vom 4. Juni1693 verpflichtete die Stadt, nach dem Auszug der denWinter über dort einquartierten Truppen in den Kriegderen Kindern und Weibern das Obdach zu geben. DurchOrdonnanz vom 11. Juli 1694 erhielt die Stadt wiedereine Comp. des Leibreg. zu Pferde unter den frühern Ra-tionssätzen. 1695 — 98 anhaltende Einquartierungen.1696 den 19. Januar stand dort nur ein Dragonerlieutn.und ein Wachtmeister mit 30 Pferden und einer Reuter-wacht. Am 9. Juni kam eine Comp. vom Sächsisch=GothaMeiningischen Reg. zu Fuß, am 9. Dez. eine halbe Comp.vom Leibreg. zu Fuß und am 12. Dez. kam Befehl, eineWacht von 20 gemeinen Reutern und einem Lieutn. undWachtmeister ins Schloß und Stadt aufzunehmen. Vom1. Januar bis 2. Juni 1697 lag fortwährend Cavallerieim Orte. Am 16. Febr. war zu der dort schon befindli-chen halben Comp. des Churf. Leibreg. die andere Hälftehinzugekommen. Am 1. Nov. 1699 kam ein Corps desgräfl. Wirtembergischen Reg. zu Fuß an. Die Kirchenparamente hatte man des Krieges halber nach Cöln geflüch-tet und erst 1700 wurden sie dem „Offermann“ wiederausgehändigt.