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Geschichte der alten Jülich'schen Residenz Nideggen
Entstehung
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335. Februar 1470, 23. August 1471, 9. Mai und 20. Junibril1473. Gerhard scheint eine besondere Vorliebe für Nideggendengehabt zu haben, wie sein gleichnamiger Vorfahre GrafGerhard, der die Stadt mit dem großen Privileg beschenkteechtDer von ihm gestiftete St. Hubertus=Orden erhielt in ihriteseinen Sitz. Damit verhielt es sich folgendermaßen: Nachdem Tode Adolphs von Berg folgte in Jülich 1437 derdazwanzigjährige Gerhard, Adolphs Neffe. Derselbe wohntesenerst vier Jahre im Ravensbergischen. Als er sich vonseKaiser Sigismund die Belehnung mit Geldern und Zütphenachertheilen ließ, machte Arnold von Egmond wiederholte Ein-derfälle ins Jülichsche und erpreßte eine Verzichtung auf Geldernalfür 14,000 Gulden. Da er indeß 1444 wieder räuberischerWeise in Jülich einfiel, stellte sich ihm Gerhard bei Linnickeinentgegen und schlug ihn entscheidend in der heißen Schlachtvom 4. November 1444. Zum Andenken an diesen großenundauf St. Hubertustag errungenen Sieg stiftete Gerhard deniberHubertusorden, dessen Hauptsitz die Stiftskirche zu Nideggenwurde. Hier wurde die Stiftungsurkunde aufbewahrt,onshierhin die Ordensinsignien der gestorbenen oder ausge-vonstoßenen Mitglieder geschickt, hier für die OrdensmitgliederineMessen gelesen sind Gebete verrichtet. Auch wurde der1470 bei Belagerung des Schlosses Tomberg gefalleneSohn des Herzogs Gerhard, Adolph, wie seine später ver-etterstorbene Mutter Sophia in der Pfarrkirche zu Nideggenntenbegraben, dagegen sein Vater, wie auch dessen VorgängerlichAdolph von Berg und Jülich, in der Klosterkirche zu Alten-elöstberg beigesetzt. Der Mitbesitzer des Landes, Wilhelm vonldenLoen, Herr zu Jülich fand seine Ruhestätte 1468 in derStiftskirche zu Nideggen.nodWas die Bedeutung der Stadt Nideggen anbelangt, sowurden ihre Bürgermeister, Scheffen und Räthe im 15. Jahratirthundert bei allen Staatsverträgen zum Beitritt zugezogen,stagwährend sie zwar 1361 ihre Zustimmung zur Pfandschaftvoneines Theiles des Landes giebt, dagegen 1364 der Landnachfriede zwischen Maas und Rhein nur von den jülichschendemStädten Jülich, Düren, Münſtereifel und Euskirchen unter-phia zeichnet wurde. Außer dem obenerwähnten Vertrage vom16. April 1429 aber unterzeichnet die Stadt Nideggen auchdem,