liehen des 17. Jahrhunderts, dem Gott allesErdenwesens erster und letzter Grund ist,und dabei den Zusammenhang der Dinge sobeleuchtet, dass wir die psychologische Mo-tivierung des modernen Dichters erraten. . . .Die Novellensammlung, der „Rotes Tuch"innerlich zugehört, heisst „Purpur" (1895)und besteht aus acht Erzählungen, die überdem Niveau des Alltags stehen und gleich-sam Purpurgewänder tragen. Es sind Bilderaus vielerlei Kulturen des menschlichenGeistes ; sie spielen in verschiedenen Epochenbei vielerlei Völkern, und jedes von ihnenlöst das Kunstproblem, die Farbe der Zeitund die Form dem Inhalt ungezwungen undgetreulich anzupassen. Dabei sucht Hallströmnicht eine dekorative Freskowirkung; er istminutiös und kompliziert; er charakterisiertdurch schlagende Details; er ist wähle-risch und reich zugleich in seinen Nuancenund scharf und kühn in seiner Psychologie.Seine Phantasie ist nicht die Tapezierer-phantasie so vieler Moderner; er giebt auchnicht das Kostüm einer Zeit oder einesLandes vermittelst fremdartiger Wörter undveralteter Klänge; von diesen äusserlichenMitteln macht er ganz sparsam Gebrauch.Sogar das Milieu wird nur geschildert, wennes zur Handlung gehört oder in die Stim-mung verwoben ist. Hallström charakterisiert
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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
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188
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