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im Lande die Obrigkeit ist; daher lebt Jonungeschoren weiter. Doch auf Hild beginntdie Zeit zu lasten; oft gähnt sie und ihrBlick „ist schwarz von dem Dunkel, das sichselbst verzehrt und doch ewig hungert".Lange Stunden sitzt sie und schaut auf denHals ihres Mannes, dort wo er weiss ist.Eines Tages geht sie zu Herrn Lambert undklagt Jon des Mordes an. Jon leugnet nicht,und er wird verurteilt. Nach altem Brauchwird ein rotes Tuch auf den Richtblock ge-legt; das Geld dazu nahm man aus JonsHabe. Und als der Zug mit dem Mörderauf dem Marktplatz angelangt war, trat Hild,schwarz und lang, dicht an den Block undschaut auf das Tuch, als ob sie es abmessenwollte. Jon aber schloss die Augen, alssehnte er sich nur, nichts mehr zu sehen.Rasch ist es vorbei, und Hild starrt auf desBüttels rote Hand, voll Zorn, dass er daskostbare Tuch entzwei gehauen und mitBlut beschmutzt: der Rock, den sie sichdaraus näht, wird nun gestückelt und fleckigsein. . . . Gross ist die Kunst, mit der dieseseltsame Geschichte erzählt wird, mit um-ständlicher Treue und naiver Kraft und eckigfesten Strichen und tiefer Glut der Farben.Und die Sache ist so virtuos angeordnet,dass wir zweierlei bekommen: die Ereignisse,gedeutet durch die Auslegung eines Geist-