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Daseins packt uns an. Es kann seineSchatten vorauswerfen, wie in „Eine kleineTragödie" das sterbende Kind es sieht, dasin seinen Phantasien mit einer Finsterniskämpft, die, sich heranwälzend, es einfangenwill. Und endlich hat die Finsternis dasKind erreicht und presst ihm den Athemaus und kühlt ihm die Glieder und athmetFrost auf die zitternden Augen und-auf diewirren Ringel des Haares. Und er bleibtdann liegen, der Tod, gleich einer leichten,unruhigen Stille, und trinkt die Thränen derEltern, den Duft und die Farbe der Blumen,den Glanz der Lichter und streckt seine er-drückenden Arme aus — der Tod, der allesanfüllt, wenn wir ihn auch nicht andersmerken, denn als leichte, unruhige Stille,als starre Eiseskälte. ... Ist in dieserSkizze der Tod als gespenstische Sphinx dar-gestellt, die über dem Dasein lagert und anden Säften des Lebens vampyrgleich sichdurstlos trinkt, so erscheint er in anderenSkizzen als Rätsellöser, als Seelenspender,als das Prinzip, das der Existenz erst Tiefegiebt und dem geringsten Wesen tragischeSchönheit. In der kleinen Geschichte „ZweiLeben" sieht der Dichter es im Auge dessterbenden Pferdes aufglänzen, als verstündedas Tier plötzlich die Sonne, die Erde, sichselbst und das ganze Dasein samt dem My-