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sofort bereuend, fleht und jammert und umVerzeihung bittet, sagt er: „Du hast michseit meinem 14. Jahre nicht geschlagen . . .na und wenn es nur so selten geschieht" . . .meint er; denn eigentlich, — so wiedereinmal als kleiner Junge behandelt zu werden,schmeckt doch merkwürdig gut . . .
Oder wie gescheit und fein, mit welchlächelnder Einsicht und mit wieviel zarter,männlicher Überlegenheit ist das ganze Ver-hältnis zwischen dem Bezirksrichter und seinerFrau dargestellt! Wie der Mann auf dasWeib und das Weib auf den Mann herab-sieht und doch beide heimlich zu einanderaufblicken! Wie er der reicher und feinerBeanlagte ist, und natürlich sie trotzdemder eigentliche „Herr im Hause" bleibt! . . .
Jonas Lie hat in den letzten Jahren dreiausgezeichnete Bücher geschrieben. ,,N i o b e",die Tragödie der Mutter, ist darunter wohldas grandioseste in Anlage und Ausführung;„Grossvater" wird durch Inhalt, Ge-dankengang und Ton der bürgerlichen Ge-sinnung am nächsten stehen ; aber in keinemder beiden Romane ist so der ganze Lieenthalten, wie in seinem letzten Werk, in„Dyre Rein". Wie in seinen Adern dasnorwegische Blut einen lappischen Blutein-schlag hat, so mischen sich in dem Buch derRealist und der Phantast, - - der moderne