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Die skandinavische Litteratur und ihre Tendenzen : nebst anderen Essays
Entstehung
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nur den Mann dazu, wie er über diese La-terne gebeugt dasteht, nach einer schwerenWacht mit dem Schlafe kämpfend, denschwarzen Oelruss im Gesicht, den Dunstbis tief in den Hals hinab kratzend, undich glaube, die ausgehende Laterne machteinen ganz anderen Eindruck. Ein Reflex-licht erspart Seiten voll Details." Man be-achte aber auch die Lebenswahrheit, welchediese Manier hervorbringt. Nicht ein ein-ziges Mal führt Jonas Lie seine Menschenein, indem er der Ordnung nach beschreibt,wie sie innerlich und äusserlich sind, wohersie stammen und was sie schon Alles durch-gemacht haben. Er besitzt das Kunst-geheimnis des Ineinanderverwebens von Bildund Erzählung, des Umsetzens der Beschreibbung in Aktion; er giebt die Illusion desZugleich erze itsehens , die wir auch inder Wirklichkeit haben, und damit diehöchste dichterische Täuschung. Nur aufdiese dichterische Täuschung geht er aus.Er will, wie er selbst sagt, die Wahrheit,nicht die verschiedenen Wahrheiten. Dasganze Rezept beruht im Verdichten, Zu-sammenpressen, darauf, dass er durch Inten-sität wirkt, das Centrale giebt, den springen-den Punkt, aus dem sich das Übrige selbstaufbaut. Man muss nicht alles sagen. Derwahre Kunstverstand liegt in der Diskretion.